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Malá Fatra (Slowakei)

Informationen und aktuelle Berichte über die Slowakische Karpaten & Nationalpark Malá Fatra finden sie hier.

Slowakei 2010

Wichtig, Gruppen: Gruppen können jederzeit eigene Termine zu besonderen Konditionen erhalten. Informationen bei Dr. Robert Hofrichter, mittelmeer@aon.at.

Wichtig: Zusätzlich zu den angegebenen Terminen können verschiedene Wochentouren mit Vlado Trulik mit botanischen, ornithologischen, pilzkundlichen oder weiteren Schwerpunkten jederzeit gebucht werden. Infos und Anmeldungen bei Dr. Robert Hofrichter, mittelmeer@aon.at.

08.05. - 15.05.2010 Einzigartige Bärenexkursion in die Slowakischen Karpaten info

Anmeldungen: Ab sofort bei Dr. Robert Hofrichter, mittelmeer@aon.at.

Wer Berge und Abenteuer liebt, gern wandert, unberührte Wälder erleben möchte und sich sogar auf die Spuren von Wildtieren wie Bären, Wölfen und Luchsen begeben will – allerdings nicht weit reisen möchte –, ist bei Vlado Trulík gut aufgehoben. Seine einwöchigen Exkursionen sind nicht nur in kulinarische Hinsicht einzigartig. Mehr Infos hier
http://www.fnz.at/fnz/forum/phpBB2/viewtopic.php?t=1707
http://www.fnz.at/fnz/forum/phpBB2/viewtopic.php?t=1012
http://www.fnz.at/fnz/forum/phpBB2/viewtopic.php?t=1219

Informationen zu den Reisen

Anreise: Die Anreise ist nicht im Preis enthalten und kann je nach Wunsch der Gruppe individuell erfolgen oder gemeinsam mit der Bahn, mit einem Bus oder mit PKWs. In der Regel reisen die Gäste privat per PKW an. Route: Wien – Bratislava – Zilina – Terchová – Vrátna – Stefanová. Bereits bei der Einfahrt nach Bratislava ist Zilina angeschrieben, von Zilina (liegt auf der wichtigsten Bahnstrecke) aus ist Terchová  leicht zu finden und gut angeschrieben. Stefanová liegt nur einige Kilometer von Terchová entfernt in einem Seitental. Entsprechende Karten sind hier zu finden. Bei größeren Gruppen kann auf Anfrage ein Bus ab Wien oder Bratislava / Preßburg organisiert werden. Mit dem eigenen PKW fahrt man direkt nach Terchová – Stefanová, mit dem Zug nach Zilina. Aus Bratislava sind es gute 2 Autostunden nach Terchová, für Wien-Bratislava braucht man etwa 45 Minuten (Empfehlung: von Wien kommend den Grenzübergang Berg über Hainburg – Wolfstal – Berg nehmen; einige Kilometer östlich vom Flughafen Schwechat auf die Bundesstraße nach Hainburg ausweichen; diese Strecke ist kürzer und schneller als jene über die Autobahn angeschriebene. Gilt auch für die Rückfahrt nach Österreich, Grenzübergang Berg und Richtung Hainburg wählen). Mit dem Zug muss man eine Verbindung nach Zilina suchen, wo der Reiseleiter die Gäste abholt.

Treffpunkt: Start und Ziel (wenn nicht anders angekündigt) in Pension Murán* in Stefanová. Treffpunkt jeweils ca. 15.00 bis 18.00 in Stefanová (siehe nächster Punkt). Mobiltelefon des örtlichen Führers Vlado Trulik (kann bei Problemen kontaktiert werden),  Festnetz: 00421 415 583 434. Mobil: 00421 908 948 917.

Autos sicher abstellen: Die Autos parken direkt vor dem Haus des örtlichen Reiseliters, wo sicheres Parken möglich ist. Das Gebiet ist in dieser Hinsicht nicht mit manchen anderen Regionen oder großen Städten vergleichbar und sicher.  

Unterkunft: In sauberen Gästehäusern / Pensions (in kleinen Ortschaften manchmal auch in Berg- / Wald-Gästehäusern), DZ, VP. Nur bei Ausflügen tiefer ins Gebirge manche Nächte in Hütten (auch diese sind immer saubere Unterkünfte), immer mit VP. *Änderungen des in der Buchung angegebenen Gästehauses sind vorbehalten (jedoch immer gleichwertige, saubere Unterkünfte).

Verpflegung, Essen & Trinken: Volle Verpflegung ist im Preis enthalten (einschl. alkoholische Getränke), beste landestypische Kost und Getränke. Die Gäste werden bestens versorgt und brauchen nichts mitnehmen. In den Ortschaften gibt es Geschäfte, wo auch eingekauft werden kann.

Betreuung, Führung: mindestens ein erfahrener, Deutsch sprechender Reiseleiter. In aller Regel ist es Vlado Trulik als bester ortskundiger Führer. Oft begleiten auch weitere Fachleute die Gruppe.

Reisegebiet, Ablauf: Die gesamte Exkursionsroute liegt im Bereich des Nationalparks Malá Fatra. In aller Regel kommen wir immer zu unserem Ausgangspunkt bzw. zu unserer Unterkunft zurück! Es ist somit nicht notwendig jeden Tag die gesamte Ausrüstung und Kleidung mit sich zu tragen. In den Rucksäcken werden nur die für den Tag notwendigsten Sachen mitgetragen. Ein kleinerer Rucksack mit Wasser, Regenschutz und vielleicht etwas frischer Wäsche reicht für die Tagesausflüge.
 
Ausrüstung: Mindestens 2 Paar gute Schuhe (Wander- bzw. Bergschuhe), vernünftige Trecking-Kleidung (am Abend kann es in den Bergen stark abkühlen) mit ausreichend T-Shirts und Wäsche zum Wechseln, Regenschutz, gute Windjacke, Fernglas, Schlafsack, Taschenmesser. Der örtliche Leiter kennt  zwar jede Pflanze und jedes Tier, dennoch können gute Bestimmungswerke bzw. Floren- und Faunenführer mitgenommen werden (Pflanzen, Pilze, Vögel, Säugetiere). Obwohl die Gruppe abends in der Regel in die Unterkunft zurückkommt, ist ein im Auto mitgeführter Schlafsack kein Fehler!  Bei gutem Wetter sind Übernachtung in Hütten tiefer im Wald auf Wunsch immer möglich. Ebenfalls empfehlenswert ist ein dünner “Schlafsack” bzw. Leintuch-Sack wie in Zügen oder Alpenvereinshütten üblich für mögliche Übernachtungen in Hütten. Die richtige Strategie: lieber etwas mehr Ausrüstung im Auto in die Slowakei mitführen, Teile davon können bei Bedarf für die Tagesausflüge mitgenommen werden.

 

Nationalpark Malá Fatra  

Der Mittelgebirgskamm der Malá Fatra wurde 1988 zum Nationalpark erklärt. Nur in Ausnahmefällen ist hier eine stark eingeschränkte Nutzung – etwa der traditionelle Holzwirtschaft – gestattet.
Das Kerngebiet des Park umfasst eine Fläche von 22.630 Hektar und ist  von weiteren 23.262 Hektar ursprünglicher Landschaft umgeben, die für den  Naturschutz reserviert sind (eingeschränkte Nutzung in 3 Abstufungen).

Der westlichste Naturpark des Karpartenbogens zeichnet sich durch eine besonders große Vielfalt geologischer, geomorphologischer und damit auch kleinklimatischer Bedingungen aus. Weitgehend frei von menschlichen Eingriffen konnte hier eine außerordentliche Vielfalt an Lebensräumen entstehen und es verwundert daher nicht, dass sich in diesem Gebiet die  höchste Ökodiversität der Slowakei findet . Die Artenvielfalt grenzt mancherorts an die Konzentration in einem botanischen Garten.

Geologie und Geomorphologie
Den geologischen Kern bilden Granodiorite. Den Hauptkamm bedecken Kalk, Dolomiten, Granit, Schiefer und Sandstein – und somit sehr unterschiedliche Ausgangsgesteine. Vor allem auf Kalkuntergrund entstanden Klammtäler und bizarre Felsformationen. Die Höhenrücken sind sehr zerklüftet und bilden formenreiche Felsendome. Diese Reliefformationen stehen im Kontrast mit den abgerundeten Oberflächen der Granitbereiche.
Besonders schön und beeindruckend sind die unterschiedlichen Verwitterungsformen am Großen Rozsutec (sinngemäß übersetzt: Der, der auseinander geht; aus Kalk) und am Stoh (= Runder Strohballen; aus Granit) zu sehen. Beide Formationen sind nur durch einen Pass getrennt und erreichen jeweils eine Höhe von 1.600 m.

Die Landschaft ist äußerst abwechslungsreich: In Malá Fatra wechseln sich auf kurzen Distanzen hohe Gipfel und tief eingeschnittene Täler ab. Höchste Erhebung ist der Große KriváÀ (Velk¢ KriváÀ) mit 1.709 m. Weitere fünf Hauptgipfel erreichen eine Höhe über 1.600 m. Der tiefste Punkt der Region liegt mit 350 m am Mäander des Flusses Váh bei der berühmten Burg Streãno.

Klima
Das Klima ist mit bis zu – 35 Grad C im Winter und + 35 Grad C im Sommer deutlich kontinental. Die  Vegetationsperiode beträgt 6 Monate und dauert von April bis Oktober; danach ist es in der Regel frostig. Von  Dezember bis Mitte März liegen die Temperaturen in der Regel zwischen – 15 und – 35 Grad C. Die höchste Temperatur im Juli beträgt ca. + 35 Grad C. Ab Mitte August sinken die Temperaturen bereits unter 20 Grad – zum Bedauern der Kinder, da dann kaum mehr gebadet werden kann. Der trockenste Monat ist in der Regel der September.

Wasser
Das Gebiet ist reich an Quellen, Wasserläufen und Wasserfällen, die ihren Weg durch die Felsen suchen und dank  der Erosion und durch Felsabbrüche immer wieder für interessante Veränderungen der Felslandschaft sorgen. Das Gebirge wird durch den Fluss Orava entwässert, der schließlich nach Süden in den  Váh einmündet.

Flora der Malá Fatra
Durch den variationsreichen Untergrund und die großen Unterschiede in Meereshöhe, Temperatur und Wasserführung konnte sich eine große Vielfalt floristisch interessanter Lebensräume entwickeln.

Waldvegetationsformen und Klima
In Malá Fatra finden sich sieben Waldvegetationsformen (im Tal Erlenbruch, über  Buchen- / Eichenwald am Bergfuß, zu Buchen-, Tannen- und Fichteformationen am Mittelhang bis hin zu Latsschenkieferbereichen auf dem Kamm. Die Hauptformationen werden immer wieder durch ausschließlich in  der Kleinen Fatra vorkommenden Pflanzen (Endemiten) wie Sorbus margittaiana (eine Ebereschenform) unterbrochen. Felsenbirne, Eiben, Kornellkirsche, Berberitze und Pfaffenhütchen finden sich als Unterholz. Es ist spannend zu beobachten, wie sich mit zunehmender Höhe die Waldformationen ändern. Dominiert im Tal die Buche, so gewinnen mit zunehmender Höhe Fichte und schließlich die Kiefer den Kampf um Nährstoffe und Licht.
60 % Laubholz, 40 % Nadelholz.   Anteile nach Artengruppen: Buche 55 %, Fichte 30 % , Tanne 6 %, Latsche 3 %, Bergahorn 2 %. Weitere Bäume: Eiche, Esche, Birke, Linde, Erle, Kiefer, Lärche und Eibe.

Klimatische Auswirkungen auf die Flora

Durch die Nordexposition und die tiefen Einschnitte vieler Täler entsteht eine klimatische Extremsituation – die so genannte klimatische Inversion. Dadurch  können hier Arten wachsen, die anderswo nur im Hochgebirge anzutreffen sind. Die Latschenkiefer kommt beispielsweise schon ab 600 m Seehöhe vor (in den Alpen in der Regel ab 1.200 m). Sie stellt ein eiszeitliches Relikt dar. Die größte Artenvielfalt entwickelte sich auf den kalkgeprägten Dolomiten mit starken Unterschieden zwischen heißem Südhang und kaltem Nordhang.


Krautige Vegetation
Weite Bereiche des Nationalparks wurden bisher kaum wirtschaftlich genutzt. Die Flora konnte sich über Jahrhunderte ungestört entwickeln. Es konnte sich somit eine komplexe Lebensgemeinschaft, ein System mit kaum überschaubaren Wechselwirkungen entwickeln. Besonders eindrucksvoll zeigt sich die ökologische Vielfalt an der Krautvegetation der Wälder und Wiesen. Ab Anfang April ändert sich das Farbbild ständig. Den Anfang machen Farbflächen von gelben Primeln, lila Küchenschellen und  tiefblauen Leberblümchen im Wald.

… der Wiesen
Ab Mai erscheinen: ein vielfarbiger Teppich mit Knabenkrautorchideen in Rot- und Violetttönen, Glockenblumen, aufgehellt durch weiße Margeriten. Auf feuchten Flächen zeigen sich rosarote Schattierungen der Kuckuslichtnelke sowie hellere Formen der Knabenkräuter.
Der blütenreichste Monat ist sicherlich der Juni. Spektakulär sind die intensiv rotvioletten Flächen der Kartäusernelke, die auf trockenem Grund dominieren. Auch die Orchideen zeigen dann die größte Artenvielfalt. Auf einer Tagestour können sicher 10 verschiedene Orchideenarten in oft dichten Beständen gefunden werden. Die Bestimmung der Orchideen ist mitunter schwierig, da immer wieder Kreuzungen auftreten. Hier züchtet die Natur noch selbst neue Formen!
Der Pflanzenteppich spiegelt die abiotischen Verhältnisse der jeweiligen Standorte wieder. So sind innerhalb einzelner Wiesen kleinräumig immer wider verschiedene Farbakzente durch spezialisierte Arten zu erkennen – so z. B. in Quellbereichen  oder in trocken Bereichen. Der örtliche Reiseleiter Vlado Trulík kann dem Gast dadurch allein anhand der Pflanzendecke das Relief und den Untergrund auf kleinstem Raum erklären.

…der Wälder
Auch die locker mit Bäumen bestanden Urwälder zeichnen sich über das Jahr durch eine reichhaltige Krautvegetaion aus. Selbst unter Buchen gedeihen prächtigen Bestände von Martagonlilien, Bingelkraut, Waldhyazinthen, gelbem Fingerhut (Digitalis grandiflorum)  und gelbem Eisenhut  (Aconitum lutea). Zeiger ungestörter Lebensräume in den Wäldern sind die bleichen chlorophyllfreie Pflanzen wie Vogelnestwurz (Neottia nidus- avis) und Fichtenspargel oder Sommerwurzarten einer genügsamen Gruppe der Rachenblüter (Scrophulariaceae) 16 Jahre zur ersten Blüte benötigen die Frauenschuhorchideen. Diese Pflanzen leben in enger Symbiose mit einem Pilz und sind daher besonders anfällig gegenüber jedweden Störungen.

In abgeschlossene Waldschluchten kann man ein besonderes Dufterlebnis haben.
Geschützt von Felswänden und Baumkronen entwickeln das wilde Silberblatt (Lunaria revidia) oder die Waldhyazinthe, eine Orchideenart zur Blütezeit wahre Duftwolken. Immer wieder leitet die Nase auch zu wohlriechendem Seidelbast, der sich um eine Ecke herum ankündigt.

…der alpinen Region
Eine gänzlich andere Pflanzenwelt als auf den Hängen und im Tal kann auf den Bergkämmen erforscht werden. Im Frühjahr spriessen karpartische Troddelblumen (Soldanella slavica)
Frühlingsenzian und Krokus (Krokus heuffelianus) und die endemische Küchenschelle
(Pulsatilla slavica). Bemerkenswert ist auch, dass sich mit zunehmender Höhe auch im Sommer noch viele Frühlingsarten zeigen. Im Gebirge durchstreift der Wanderer ja an einem Tag unterschiedliche Klimazonen.

Hier zeigen sich viele endemische Arten wie die Enzianform Gentiana clusii und Gentina acaulis und gelber Enzian. Eindrucksvolle Bestände bildet hier der  weisse Germer und besondere Formen des kräftig roten Läusekrautes (Pedicularis verticillata)

Pflanzenarten – in Zahlen
Selbst erfahrene Botaniker sind immer wieder überrascht, wenn sie in der Malá Fatra diese Artenfülle und derartige natürliche Entwicklungsformen auf kleinstem Raum erblicken.1.100 Arten von Blütenpflanzen, davon 22 westkarpartische Endemiten, 14 karpartische Endemiten, 15 karpartische Subendemiten, 1 pannonischer Subendemit und 1 eigener Endemit  – die genannte Eberesche Sorbus margittaiana. Von diesen Arten stehen 169 auf den internationalen Roten Listen bedrohter Pflanzenarten. 67 dieser Arten müssen als kritisch bedroht bezeichnet werden.


Fauna der Malá Fatra
Nicht minder beeindruckend ist die Fauna der Region. An die 3.000 Arten Wirbelloser Tiere wurden bisher festgestellt, was die Wirbeltiere betrifft, kommen hier praktisch alle Arten dieser Klimazone vor. Besonders erwähnenswert ist das Vorkommen der drei Großprädatoren Europas Wolf, Bär und Luchs. Ein ähnlich erfreuliches Bild zeigt die Vogelwelt mit reichen Brutbeständen von Steinadler, Schreiadler, Uhu, Habichtskauz, Wanderfalke und dem sehr seltenen Würgfalken. Auf dem Boden zeigen sich mit Auerhahn, Birkhahn und Haselhuhn die seltensten Hühnervögel Europas. Typisch alpine Arten sind mit Ringdrossel, Mauerläufer, Tannenhäher und Steinschmätzer vertreten. Auch der scheue Schwarzstorch ist mit ca.15 Paaren Brutvogel in dieser Region. In den Wäldern sind sämtliche Spechtarten u.a. der an Urwald gebundene Weissrückenspecht und der gelbnackige Dreizehenspecht zu hören und zu sehen.

Reiseleitung
Der ausgezeichnete örtliche Führer Vlado Trulík –  Malá Fatra ist seine Heimat – kooperiert eng mit dem Reiseleiter Dr. Robert Hofrichter. Vlado Trulík, für den es eine besondere Freude ist alle schönen Seiten seiner Heimat den Gästen zeigen zu können, ist ein exzellenter Kenner des Nationalparks. Er hat zahlreiche wunderbare Wanderungen mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden für die Gäste ausgearbeitet. Er ist engagierter Naturschützer und steht ständig im engen Kontakt zu der Nationalparkverwaltung. Durch seine Fachkenntnis und dem verantwortungsvollen Umgang mit der Natur ist es ihm gestattet auch empfindliche Standorte mit  seinen Gruppen zu besuchen. So kann er seinen Gästen zum Beispiel Steinadlerhorste zeigen und die Beobachtung von Wanderfalken und Schwarzstörchen ermöglichen .
Der Bauernsohn sorgt mit seiner Frau Danka auch für landestypische Verpflegung wie Kesselgulasch oder Lamm am Spies. Er zeigt den Gästen, wie man einfach, aber köstlich grillen kann, wie man Forellen mit der Hand fängt, wie man in der Wildnis überleben kann, wie man die Signale und Spuren der Natur deutet, wie man Pflanzen, Pilze und Tiere erkennt. Seine Spezialität sind mit Kräutern und Pilzen gefüllte Bachforellen. Übrigens ist während der Wanderungen auch stets für herrliches Quellwasser gesorgt.
Unterstützt wird Vlado Trulík  auf den Wanderungen mit botanischen Schwerpunkten von der Botanikerin Dr. Hanka Dobo‰ová, einer Mitarbeitern des Nationalparks und zahlreichen Nationalpark-Rangern.

 

Wildnis im Herzen Europas: Auf den Spuren der Wildtiere
Unsere erste fnz-Wanderung durch die Slowakischen Karpaten
23.–30. Juli 2006

Die Wanderung in der Malá Fatra war toll,
das sagen Dir Trudi und Günther aus Tirol.
Wir haben die Teilnahme nicht bereut
darum sagen wir Dir ein herzliches Danke heut.
Es ging steil bergauf, bergab und kreuz und quer,
der Schweiß von der Stirne tropfte sehr.
Der Durst war groß, viel Wasser tranken wir,
dafür gab´s am Abend literweise Bier.
Auch der Med-Vet und der Slibowitz waren sehr gefragt
und immer wieder wurde "nazdravie" gesagt.
Ob dobre rano oder dobry so und so,
wir waren immer alle glücklich und froh.
Mit Deiner Art zu reisen bist Du ein Genie,
darum sind wir das nächste Mal wieder mit von der Partie.
Auf ein Wiedersehen in Fieberbrunn freuen sich
streuwiese

Trudi und Günther (Dr. Günther und Trudi Much, Fieberbrunn, Tirol, g.much@utanet.at, Teilnehmer der ersten fnz-Slowakei-Tour)
(von Robert: Ein ganz besonderer Dank an Trudi und Günther für dieses wunderbare Gedicht)

Nach unserer Ankunft in Stefanová im Herzen des Nationalparks Malá Fatra hat alles mit einer “Zeckenimpfung“ begonnen. Keine Sorge, dazu werden keine Nadeln benötigt, vielmehr geht es um Vlados Bärenfang-Schnaps auf Obstlerbasis mit viel getrockneten Heidelbeeren und noch mehr Waldhonig (soll zu den besten Getränken der Welt gehören, nachdem wir schon vorher, in Bytca, auf Vlados Einladung das beste Speiseeis der Slowakei – oder der Welt – verkostet haben). Ob das leckere und durchhaus hoch geistige Getränk tatsächlich gegen Zecken hilft, mag Gegenstand von Diskussionen und weiteren intensiven Forschungen bleiben (an denen wir uns 2007 beteiligen wollen), doch in der Tat haben wir uns die ganze Woche keine Zecken eingehandelt. Lag es wirklich an der “Impfung”, oder mehr an der Trockenheit und großen Hitze, die selbst Zecken in ihre Unterschlüpfe getrieben hat?

Ein Warnung kurz vorweggenommen, weil sich die hoch geistigen Getränke schon gleich am Anfang in diesen Bericht geschlichen haben: Kein Besucher sollte auf die törichte Idee kommen, sich auf ein Wetttrinken mit den örtlichen Jungs (etwa Slowakei gegen Österreich oder Deutschland) einzulassen. Der Ausgang wäre für uns, “erfahrene Slowakei-Reisende”, jetzt schon leicht absehbar, ganz gleich ob es sich um den Slowakischen Dreikampf handeln würde (Bier, Wein, Schnaps, wobei der Schnaps ein “borovicka” oder ein “slivovicka” sein kann – oder auch beides) oder eine andere Wettkampfdisziplin. Borovicka (Wacholderschnaps) und slivovicka (Slibowitz) werden übrigens aus einem “stamperlicek” getrunken. Nur bleibt es hier nach altem Brauch selten bei einem... Da kann ich nur noch “nazdravie” wünschen!

wandern
wandern

Der 22.630 Hektar große, 1988 eingerichtete Nationalpark bietet auf 157 Kilometern ausgebauten Wanderwegen – teils sind es mit EU-Mitteln wieder rekonstruierte historische Pfade – ein Wander-Dorado. Aus mittelgebirgigen Buchenrücken und über mit Fichten und Tannen bewachsenen Schluchten recken sich alpine und subalpine Steilwände aus Dolomitgestein. Ein Hauch von Ewigkeit scheint sie derart bizarr geformt zu haben. Hoch über Schluchten und Klammen ziehen Steinadler ihre Kreise. Schon am ersten Abend begeben wir uns nach dem Abendessen auf einen kurzen Beobachtungsspaziergang, denn in der Wand des Maly Rozsutec (Kleiner Rozsutec) findet sich seit Jahren ein Horst, der von einem unserer Begleiter, dem Nationalparkranger Milos Majda, streng überwacht wird. Wilderer, in diesem konkreten Fall Eierdiebe, sind hier unterwegs. Nach Westeuropa und in die arabische Welt lassen sich junge Greifvögel für ein Vermögen verkaufen. Es versteht sich von selbst, dass sich reiche Männer, die etwas auf sich halten, nicht mit gezüchteten Tieren begnügen; Wildfänge sind für sie das einzig Wahre.  

wald
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Die (relativ) geringe Reliefhöhe der Malá Fatra – der Velky Rozsutec ist gerade 1.700 m hoch – schafft für den Steinadler ein Problem. In den Alpen nisten Adler oft in etwas niedriger gelegenen Steilwänden, so dass sie mit der oberhalb des Horstes geschlagenen Beute Kräfte sparend im Gleitflug abwärts gleiten können. In der Kleinen Fatra ist oberhalb der Steilwände nur noch selten Lebensraum für lohnende Beute; die Adler müssen so ziemlich alles zum Nest hochschleppen.

Vlados Handbibliothek ist slowakisch-deutsch durchmischt. Auf Nachfrage und überwältigt von der Vielfalt der Natur (Blumen, Schmetterlinge und sonstiges Getier ohne Ende)  wirft Vlado Statistisches in die Runde: Der Malá Fatra-Nationalpark beherbergt 1.100 Arten höhere Pflanzen, 22 westkarpatische Endemiten, 169 Rote Liste-Pflanzen, 210 Höhere Tierarten, darunter 15 kritisch bedrohte. Die Stars sind natürlich Bären, Wölfe und Luchse, daneben auch Wildkatzen, Steinadler und Schreiadler. Adlerhorste gibt es fast auf (Menschen)Sichtweite voneinander entfernt; und sie sind gegen Eierräuber ständig bewacht. Von all dem und viel mehr berichtet Vlado, zeigt auf Blumen-Pretiosen, weiß im Gegensatz zu seinen deutschsprachigen Gästen fast alle deutschen Namen. Er weiß, dass am giftigen Germer “die Holsteinischen” – eingeführte Hochleistungskühe – verreckt sind. Die einheimischen Milchlieferantinnen kannten hingegen die unbekömmliche Bergwiesenpflanze genau. Vlado nennt diverse Westkarpaten-Endemiten, nur hier vorkommende Pflanzenarten, er weiß die Blütezeiten aller Orchideen nach Höhenstufen geordnet, erklärt die vielen unaufgeräumten Windbruch-Stämme mit dem Jahrhundert-Orkan in der benachbarten Hohen Tatra (vor zwei Jahren), wohin noch immer alle Forstarbeiter der Großregion abgezogen werden. Er berichtet, dass  “Schad- oder Kalamitätenholz” von dort gern mal zu 1a-Holz umdeklariert wird. Er berichtet, dass seltsamerweise immer an den dafür geeigneten Holzabfuhrwegen Sonder-Genehmigungen für die Holzernte auch im Nationalpark Malá Fatra erteilt werden.

Wer ist  eigentlich dieser Vlado, ohne den uns diese Art durch die Slowakei zu Reisen ab sofort  kaum vorstellbar erscheint?  Vlado Trulík, 33,  liebt seine Heimat noch mehr als sein neu geschaffenes Kleingewerbe  und er versteht es, diese Liebe an seine Gäste weiter zu geben.  Sein Gewerbe ist es unkonventionelle Touren durch die Natur anzubieten und zu führen.  Er versteht es auch seinen überanstrengten Gästen Mut zum durchhalten zuzusprechen: “Bis zur Bergstation sind es ungefähr noch 3 Kilometer. Luftlinie. Aber ich weiß eine Abkürzung!“ Vlado hat sein Deutsch in den Neunzigern in Niederbayern gelernt. Zwischenzeitlich wächst hier kaum eine Pflanze, fliegt am Himmel kein Vogel oder kriecht an Boden kein Tier, das er nicht auf Deutsch und meistens auch mit dem wissenschaftlichen Namen benennen könnte. Er ist die lebende Antwort auf die Frage, warum man auf den Spuren der Wildtiere einige hundert Kilometer ostwärts fahren sollte. Seine Karriere als Hunde- und Wolfskenner verdankt Vlado dem berühmten, aber leider zu früh verstorbenen Wolfsforscher Erik Zimen, dessen Bücher “Der Wolf“ und “Der Hund“ immer noch so etwas wie das Alte und das Neue Testament der Hundefreunde sind. Vlado arbeitete einige Jahre für ihn und lernte ihn gut kennen. Gemeinsam führten sie in der Slowakei die zwischenzeitlich recht bekannten “Hundewanderungen” ein, die immer noch zu Vlados Repertoire gehören.  Vlado darf von Erik als jemand sprechen, der von einer Legende in der Ich-Erlebnisform spricht.

vlado
baerenhoehle

Erik hat Vlados rassenmäßig kaum noch definierbaren Hund Bobina seinerzeit der Rasse der “Slowakischen Bärenhunde“ zugeordnet. Erstens gibt es hier noch reichlich Bären (auf dem Gebiet von Malá Fatra etwa 70), zum anderen bietet sich die Fangtechnik an, einen in Honig getauchten Wuschelhund ins Revier zu schicken und mit dem Bärentöter in der Hand zu warten, bis der Bär auf der Spur des süßen Köders daher kommt. Ausprobiert wurde die Methode noch nicht, aber Vlado gibt sie bei allen seinen Gästen zum Besten. Abgesehen davon agiert Bobina, diese halb-armlange undefinierbare Wuschelhündin, während mancher Touren (vor allem bei den  Hundewanderungen) beim Klettern gewissermaßen außer Konkurrenz. Zum einen kennt sie die Wege schon in- und auswendig, zum anderen hat Vlado, wie er bei verwunderten Anfragen versichert , “ein Eichhörnchen eingekreuzt“.

Der Räuberweg ist für einen Wandernachmittag immer gut und wird daher nahezu bei jeder Tour durchwandert. Dieser in der ganzen Slowakei berühmte Pfad, benannt nach dem Edelräuber und Nationalhelden Juraj Jánosík, ist spektakulär verengt und führt unter anderem über eine grobe Holzleiter über hohe Felsstufen. In vielen Liedern, von denen wir einige in Interpretation von Vlado und seinen Freunden zu hören bekommen, ist gesanglich von Jánosík die Rede, von diesem slowakischen Robin Hood . Er wurde wenige Kilometer von hier entfernt geboren. Über dem nahen Dorf Terchová steht unübersehbar sein Denkmal, glänzend und etwas knittrig wie aus einem überdimensionalen Zigaretten-Silberpapier. Jánosík, 1688 geboren und 1713 hingerichtet, der in seinem Engagement für die Armen wohl noch ein Stückchen mehr Robin Hood war als sein englischer Kollege aus dem Sherwood Forest, pflegte seine Verfolger in dem Felsengewirr über seinem Heimatdorf abzuhängen. Auch wir lernten dieses Felsengewirr, in dem ein fast 400 kg Braunbär-Männchen lebt, durch Milos und Vlado geführt, kennnen.  “Er nahm den Reichen und gab den Armen”, so lernen es slowakische Kinder in der Schule. Unsterblich wurde er durch seinen Tod. Die Habsburger Orbrigkeit wollte ihn (für sie freilich ein Räuber und kein Held), nachdem er schließlich verraten und ergriffen wurde, zum Exempel vor großem Publikum auf einen Haken spießen lassen. Doch noch während sein Sündenregister verlesen wurde, sprang er in einem wahrhaft finalen Schlusssprung gegen den Haken und vermasselte seinen Henkern so das geplante schauerliche Exempel.

Mit allen Sinnen soll der Natur gehuldigt werden. Am leichtesten gelingt das über den Geschmackssinn, etwa am Lagerfeuer, wenn nach Vlados “Zwei-Spieß-System“ Frühlingsmorcheln ein paar Zentimeter über Forellen gegrillt werden und der herabtropfende Pilzsaft den Fisch würzt. “Das schmeckt so phantastisch, dass ich aufpassen muss, dass hinterher nicht auch die Stöcke aufgegessen werden!“ Das war aber im Mai, nun im Juli war es für Morcheln zu spät (und für Pilze allgemein zu trocken). Uns schmeckte es am Besten, wenn Vlado Forellen mit unzähligen Kräutern und Pilzen aus der Tiefkühltruhe füllte. Bei manchen Gruppen müssen sich die Gäste die Forellen mit bloßen Händen im Bach fangen. Die Forellen werden allerdings vorher aus einer Zucht entnommen und fluchtsicher in den Wildbach eingesetzt; im Nationalpark dürfen von Rechtswegen noch nicht mal Blaubeeren gepflückt werden, was freilich die wenigsten Gäste daran hindert). Die gefüllten Forellen werden dann auf Stecken aufgespießt direkt über dem Feuer gebraten – eine derartige Köstlichkeit überzeugt selbst jene Gäste, die ansonsten nicht so gern Fisch essen.

Unvergesslich wird – aus diesem oder jenen Grund – auch der vorletzte Abend mit dem Spannferkel bleiben. Vlados Freund, ein frühpensionierter Polizeikapitän, soll, wie könnte es anders sein, der beste Grillmeister und Spannferkelspezialist der Westslowakei sein... Etwa fünf Stunden wird das Schweinchen, das für unsere Gruppe sterben musste und genau die richtige Größe zu haben scheint (so dass sich der Genuss auf mehrere Stunden ausdehnen lässt), manuell am selbst gebastelten Griller gedreht. Vlado liebt Überraschungen. Nach dem Spannferkel folgt ein Kultur-Folklore-Desert  mit Javornícek. Die Gruppe aus mehreren Mädchen und Jungen stammt aus Vlados Heimatdorf Stiavnik und hat sich unter Leitung ihres Mentors Juraj Jakubík um die Rettung schon fast verschollener Lieder verdient gemacht. Slowakeiweit die besten Knabenstimmen und dazu der wahrscheinlich einzige Jugendliche, der die traditionelle lochfreie Langflöte noch beherrscht; die Töne werden nur mit den Lippen und mit den Fingern in der ausströmenden Luft modelliert.  

spanferkel
harmonika

Vlado blättert – nachdem die Sänger sich verabschiedet haben – noch im Großen Kosmos-Pflanzenführer. Da gibt es zwei Pflanzen, von denen er heute am Berg nur den lateinischen und keinen deutschen Namen wusste. Und dann liegen auch noch die Unterlagen für seine geplante herbstliche Pilzwanderung in der Nationalpark-Pufferzone (im Nationalpark selbst dürfen keine Pilze gesammelt werden, die brauchen die Bären und andere Tiere. Vlado hält sich daran.). Wenn der eine oder andere Pilzfreund aus Westeuropa die Pilze hier erblicken könnte, dann ginge er zuhause nur noch zum Weinen in den Wald...

Noch einige Ratschläge zum Schluss: Verwechseln Sie bitte bei ihrem Besuch Slowenien nicht mit der Slowakei, Vlado mag es aus verständlichen Gründen nicht, vor allem wenn er feststellt, dass ein Gast nach 5 Tagen Slowakeiaufenthalt diese zwei Völker und Länder immer noch nicht unterscheiden kann. Als Beispiel führt  Vlado meistens Dänemark (DK) und Deutschland (D) an: Wenn Sie sich bei der Fahrt in die Slowakei auf der Autobahn bereits bei Graz befinden (soll bei einigen Gästen aus Deutschland vorgekommen sein), dann sind sie aus dem eben genannten Grund bei Wien falsch abgebogen und nach SLO gefahren (SLO ist die Länderabkürzung für Slowenien). Die Slowakei hat hingegen die Abkürzung SK. Halten Sie sich lieber an Bratislava, dann kann nichts schief gehen! Vlado und eine unvergessliche Woche in der Natur warten auf Sie!

Unsere Tour war ein voller Erfolg und wir haben neben verschiedenen Bären-, Wolf- und Luchsspuren tatsächlich auch (recht deutlich) einen Bären gesehen (eigentlich haben wir 2 gesehen und 3 gehört, im Gebüsch versteckt warteten sie auf die Dunkelheit – und auf unser Verschwinden). Ich muss ehrlich zugeben, dass ich in dieser Woche sehr viel über Wildtiere gelernt habe, mehr als je zuvor aus all den Büchern. Wie schlau, scheu und vorsichtig Wildtiere sind, dass muss man bei einer solchen Gelegenheit persönlich erfahren und ich wünsche diese Erfahrung möglichst vielen Menschen. Mit dem Verhalten von Bruno (JJ1) hat das wirklich nichts zu tun und die meisten Menschen haben sich da ein völlig falsches Bild gemacht ... Wildtiere sind vor allem eines: scheu und extrem vorsichtig. Sie fürchten mit gutem Recht den Menschen und riechen (diese und alles andere) viele tausende Male besser als wir.

Viele Orte im Wald und in den Bergen waren irgendwie magisch, “Kraftorte”, ohne dass ich dieses Wort näher definieren könnte. Sicherlich machen “Die großen Drei” viel von diesem Zauber aus, denn allein das Bewusstsein, dass sie in diesen wunderbaren Urwäldern herumstreifen, ruft beim Besucher ein Kribbeln hervor. Es ist aber nicht minder die Art des Waldes – ein Wald, wie wir ihn kaum noch kennen, es ist der gravierende Unterschied zu einem Wirtschaftswald. Wie schön, wie wild ein echter Wald nur ist! Florian Überall, ein Tiroler und “Naturmensch”, der die Alpen ebenso gut kennnt wie die Berge Tibets, fasste seine Eindrücke für unser Gästebuch wie folgt zusammen: “Was immer an Frieden ist, entspringt dem Wunsch nach dem Glück aller Anderen. Wir konnten dieses Glück in der Gemeinschaft in dieser herrlichen Naturlandschaft erleben. Dafür danke ich allen Wesenheiten die hier Leben und all Jenen die diese Reise ermöglicht haben. Das Paradies ist ein Spiegelbild der eigenen Seele und der Möglichkeit Dinge zu erahnen. In einer solchen Landschaft findet man zurück zu den eigenen Wurzeln und findet verlorene Teile der Seele. Dieses Glück ist nur jenen beschert die ohne Vorurteile die Natur erspüren und damit eins werden mit der Schöpfung.” Ein Hauch (vorerst) konservierter Ewigkeit ist hier noch zu spüren, doch ist es eine stark bedrohte Schönheit. Die westlichste Wildnis der Karpaten ist – Nationalpark oder nicht – zunehmend den Nutzungsinteressen seiner Eigentümer ausgeliefert. Denn 85 % der Nationalparkfläche sind in Privatbesitz. Ein recht widersprüchlicher Nationalpark also, dessen Zukunft mehr als fraglich ist. Aber das trifft ja auf andere Nationalparks – und das auch in Österreich –  ebenso zu. Der Mensch breitet sich aus und nimmt der Natur immer weitere Reststückchen weg.

Ich möchte mich bei der kleinen Gruppe bestehend aus Trudi, Günther, Florian, Simon, Birgit, Alex und Matthias bedanken. Es war eine ganz besonders nette, freundliche, sympathische, tapfere und geduldige Gruppe. Nur wer bereits Vlados “Abkürzungen” kennt, kann verstehen, wovon ich bei “tapfer” und “geduldig” spreche... Den Erfolg können wir freilich nur unseren örtlichen Führern Vlado Trulik und Milos Majda verdanken! Danke! Wir freuen uns schon auf 2007!

Alle Termine für 2007 gibt´s hier im Überblick!

 


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