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Ägypten

Mit dem RSEC nach Ägypten 2011

mare-mundi bietet mit seinen Feldstationen am Roten Meerin Dahab und El Quseir, dem RSEC (Red Sea Environmental Centre), wie jedes Jahr auch 2011 ein reichhaltiges Programm an (darunter auch Volontariatsprogramme, Praktika, Projektmöglichkeiten für Studenten u.a.).

RSEC - Feldstation in Dahab (Sinai). Alle Informationen siehe www.redsea-ec.org oder im Forum.

RSEC - Feldstation in El Quseir. Alle Informationen siehe www.redsea-ec.org oder im Forum.

Ägypten (Egypt)

Die Arabische Republik Ägypten ist mit einer Fläche von über 1 Million km² fast doppelt so groß, wie die Bundesrepublik Deutschland. Von dieser Fläche sind jedoch nur etwa 6% bewohnt. Der größte Teil des Landes besteht aus Wüste. Lebensader des Landes ist seit Jahrtausenden der Nil. Hier lebt der größte Teil der über 61 Millionen ägyptischen Bürger.
Die Landessprache ist arabisch, der Islam ist Staatsreligion. Kairo, die größte Stadt der arabischen Welt, ist die Hauptstadt Ägyptens. In Ägypten gilt die osteuropäische Zeit, d.h. +1 Stunde zur mitteleuropäischen Zeit.

Das Nildelta und die Mittelmeerküste gehören zur mediterranen Wetterzone, dort gehen im Winter die Temperaturen herunter und es kommt zu Regenfällen. Der Rest des Landes unterliegt dem Wüstenklima: heiß und trocken im Sommer, mild im Winter, kaum Regen.


 
Fläche(km²) 995450
   
Einwohner (in Mio) 61,68
   
Dichte (Einw./km²) 25,922 / 61,401
   
Staatsform Präsidialrepublik
   
Hauptstadt Kairo
   
städtische Bevölkerung 1950/1998/2030 32 / 44,88 / 62
   
Lebenserwartung (Jahre) 66,54
   
Geburtenziffer 2,60
   
Sterbeziffer 0,70
   
Hauptstadt Kairo
   
Fläche 1.002.000 km2
   
Einwohnerzahl ca. 63,8 Mio.
   
Bevölkerungsdichte 64 Einwohner je km2
   
Amtssprache Arabisch; außerdem: Englisch
   
Religionszugehörigkeit Moslemisch (90%), Minderheit christlich,
griechisch-orthodox, jüdisch
   
Währung 1 Ägyptisches Pfund (ägypt£) = 100 Piastres (PT)
   
Netzspannung 220 Volt Wechselstrom, 50 Hertz
   
Zeitzone MEZ + 1 h
   
Landesvorwahl +20
   
Internet-Kennung .eg
   
höchste Erhebung Katherine (2.637 m)
   
längster Fluss Nil (1.550 km)
   

Als einer der bevölkerungsreichsten und größten Staaten Afrikas (fast dreimal so groß wie Deutschland) besteht Ägypten zu über 90 Prozent aus Wüste. Weniger als 10 Prozent des Landes sind besiedelt. Im Osten grenzt es an Israel und die Sinai-Halbinsel, im Südosten ans Rote Meer mit dem Golf von Aqaba; die Nordküste Ägyptens liegt am Mittelmeer. Östlich des Nils steigt die Arabische Wüste bis auf 1000 m im Norden und 2000 m im Süden an; mit 2184 m ist der Djebel Shaib die höchste Erhebung. Die Sinai-Halbinsel östlich des Suezkanals, Verbindung zwischen Afrika und Asien, ist im Norden durch eine Sandwüste, im Süden durch ein Gebirge geprägt, das durch zahlreiche Trockentäler (Wadis) kräftig zerschnitten ist und im Djebel Katrina eine Höhe von 2637 m erreicht. Die rund 2000 km lange Küste zum Roten Meer ist durch steil abfallende Gebirge geprägt. Westlich des Nils erstreckt sich als Teil der Sahara die Libysche Wüste. Die Geröll- und Sandwüste erreicht in der Kattarasenke mit 134 m unter dem Meeresspiegel den tiefsten Punkt Afrikas.

Bevölkerung und Landwirtschaft sind in den wenigen Oasen, vor allem in der Stromoase des Nils konzentriert. Der Fluss überschreitet bei Wadi Haifa im Sudan die Grenze zu Ägypten. Historisch und geographisch werden im Verlauf des Nils zwei Regionen unterschieden, Oberägypten und Unterägypten. Das über 1000 km lange, südlich von Idfu kaum 3 km und von Idfu bis Kairo 15-20 km breite Niltal (Oberägypten) geht nördlich von Kairo in das rund 22000 km2 umfassende Nildelta (Unterägypten) über. Das von Lagunen und Nehrungen geprägte, etwa 250 km breite Delta ist das fruchtbarste Gebiet des Landes. Dank des Nils ist Ägypten einer der wichtigsten landwirtschaftlichen Produzenten Afrikas.

Die rund 950 km lange Mittelmeerküste ist flach und hat im Bereich des Nildeltas den Charakter einer Ausgleichsküste. Das Mittelmeergebiet ist die feuchteste Region Ägyptens; hier beträgt der durchschnittliche Jahresniederschlag noch um 200 mm. Nach Süden hin nehmen die Niederschläge rasch ab: In Kairo sind es nur noch rund 25 mm Regen im Jahr, und in vielen Wüstengebieten kann es auch mehrere Jahre hindurch gar nicht regnen. In der Küstenregion bewegen sich die Temperaturen zwischen einem mittleren Minimum von 14 °C und einem mittleren Maximum von 37 °C. Abgesehen von Mittelmeerküste und Nildelta liegt Ägypten gänzlich im Bereich des subtropischen Halbwüsten- und Wüstenklimas. Bei großen Gegensätzen zwischen Tag und Nacht sind die Sommer sehr heiß (mittleres jährliches Maximum von 46 °C tagsüber, mittleres jährliches Minimum von 6 °C in der Nacht), während im Winter die Temperaturen in der Wüste auf 0 °C fallen.

Der Nil: ein Fluss, von dem alles abhängt
Die Entstehung und Entwicklung der altägyptischen Hochkultur (ab dem 3. Jahrtausend v. Chr.) wurde nicht zuletzt durch die jährlichen Überschwemmungen des Nils ermöglicht, und auch das moderne Ägypten wäre ohne Nilwasser stark beeinträchtigt. Der insgesamt 6670 km lange und einst mit etwa 95 km3 jährlicher Wasserspende bedeutendste Zufluss des Mittelmeeres hat im 20. Jahrhundert dramatische Einbußen erlitten - mit weitreichenden ökologischen Folgen für die südöstlichen Teile des Levantinischen Beckens. Der stark verminderte Zustrom bringt kaum noch Sedimente mit, sondern ist mit schädlichen Einträgen aus der Landwirtschaft belastet; die ursprünglich 120 Millionen Tonnen Sedimenteintrag jährlich sind auf einen Bruchteil zurückgegangen. Die Erosion der Küstenlinie im Bereich des Nildeltas, ja bis nach Israel und dem Libanon hat stark zugenommen (Abb. 3.47), die Produktivität der ganzen Meeresregion hingegen abgenommen - mit teils dramatischen Auswirkungen auf die Fischerei. Die Ursache der bedenklichen Entwicklung ist der 1970 fertiggestellte Assuan-Hochdamm und der dahinter aufgestaute, 490 km lange und bis zu 17 km breite Nassersee sowie die enorme Wasserentnahme für die Landwirtschaft durch den Sudan und Ägypten. Vor einigen Jahren erreichten noch 89 km3 pro Jahr den Assuandamm, doch mit weniger als 5 km3 jährlich fließt jetzt nur noch ein Bruchteil der früheren Wassermenge ins Mittelmeer. Der Nil wird nach Angaben der EEA (European Environment Agency, 1999) heute zu den zahlreichen "kleinen Zuflüssen" des Mittelmeeres gezählt; er liegt hinsichtlich der Wasserführung an 46. Stelle. Alle kleineren Zuflüsse des Mittelmeeres bringen jährlich insgesamt etwa 50 km3 Wasser ein; im Vergleich dazu beträgt die Wasserspende der Rhône 48 km3 und jene des Po 49 km3 jährlich.

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