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Ägypten
Mit dem RSEC nach Ägypten 2010
RSEC - Red Sea Environmental Centre
Meeresforschung, Meeresschutz, Tauchen, Biologie, Bildungs- und Erlebnisurlaum, Kurse und Seminare am Roten Meer
RSEC - Feldstation in Dahab (Sinai). Alle Informationen siehe www.redsea-ec.org oder im Forum.
RSEC - Feldstation in El Quseir. Alle Informationen siehe www.redsea-ec.org oder im Forum.
Ägypten (Egypt)
Die Arabische Republik Ägypten ist mit einer Fläche von über
1 Million km² fast doppelt so groß, wie die Bundesrepublik Deutschland.
Von dieser Fläche sind jedoch nur etwa 6% bewohnt. Der größte
Teil des Landes besteht aus Wüste. Lebensader des Landes ist seit Jahrtausenden
der Nil. Hier lebt der größte Teil der über 61 Millionen
ägyptischen Bürger.
Die Landessprache ist arabisch, der Islam ist Staatsreligion. Kairo, die
größte Stadt der arabischen Welt, ist die Hauptstadt Ägyptens.
In Ägypten gilt die osteuropäische Zeit, d.h. +1 Stunde zur mitteleuropäischen
Zeit.
Das Nildelta und die Mittelmeerküste gehören zur mediterranen
Wetterzone, dort gehen im Winter die Temperaturen herunter und es kommt
zu Regenfällen. Der Rest des Landes unterliegt dem Wüstenklima:
heiß und trocken im Sommer, mild im Winter, kaum Regen.
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| Fläche(km²) | 995450 |
| Einwohner (in Mio) | 61,68 |
| Dichte (Einw./km²) | 25,922 / 61,401 |
| Staatsform | Präsidialrepublik |
| Hauptstadt | Kairo |
| städtische Bevölkerung | 1950/1998/2030 32 / 44,88 / 62 |
| Lebenserwartung (Jahre) | 66,54 |
| Geburtenziffer | 2,60 |
| Sterbeziffer | 0,70 |
| Hauptstadt | Kairo |
| Fläche | 1.002.000 km2 |
| Einwohnerzahl | ca. 63,8 Mio. |
| Bevölkerungsdichte | 64 Einwohner je km2 |
| Amtssprache | Arabisch; außerdem: Englisch |
| Religionszugehörigkeit | Moslemisch (90%), Minderheit christlich, griechisch-orthodox, jüdisch |
| Währung | 1 Ägyptisches Pfund (ägypt£) = 100 Piastres (PT) |
| Netzspannung | 220 Volt Wechselstrom, 50 Hertz |
| Zeitzone | MEZ + 1 h |
| Landesvorwahl | +20 |
| Internet-Kennung | .eg |
| höchste Erhebung | Katherine (2.637 m) |
| längster Fluss | Nil (1.550 km) |
Als einer der bevölkerungsreichsten und größten Staaten
Afrikas (fast dreimal so groß wie Deutschland) besteht Ägypten
zu über 90 Prozent aus Wüste. Weniger als 10 Prozent des Landes
sind besiedelt. Im Osten grenzt es an Israel und die Sinai-Halbinsel, im
Südosten ans Rote Meer mit dem Golf von Aqaba; die Nordküste Ägyptens
liegt am Mittelmeer. Östlich des Nils steigt die Arabische Wüste
bis auf 1000 m im Norden und 2000 m im Süden an; mit 2184 m ist der
Djebel Shaib die höchste Erhebung. Die Sinai-Halbinsel östlich
des Suezkanals, Verbindung zwischen Afrika und Asien, ist im Norden durch
eine Sandwüste, im Süden durch ein Gebirge geprägt, das durch
zahlreiche Trockentäler (Wadis) kräftig zerschnitten ist und im
Djebel Katrina eine Höhe von 2637 m erreicht. Die rund 2000 km lange
Küste zum Roten Meer ist durch steil abfallende Gebirge geprägt.
Westlich des Nils erstreckt sich als Teil der Sahara die Libysche Wüste.
Die Geröll- und Sandwüste erreicht in der Kattarasenke mit 134
m unter dem Meeresspiegel den tiefsten Punkt Afrikas.
Bevölkerung und Landwirtschaft sind in den wenigen Oasen, vor allem
in der Stromoase des Nils konzentriert. Der Fluss überschreitet bei
Wadi Haifa im Sudan die Grenze zu Ägypten. Historisch und geographisch
werden im Verlauf des Nils zwei Regionen unterschieden, Oberägypten
und Unterägypten. Das über 1000 km lange, südlich von Idfu
kaum 3 km und von Idfu bis Kairo 15-20 km breite Niltal (Oberägypten)
geht nördlich von Kairo in das rund 22000 km2 umfassende Nildelta (Unterägypten)
über. Das von Lagunen und Nehrungen geprägte, etwa 250 km breite
Delta ist das fruchtbarste Gebiet des Landes. Dank des Nils ist Ägypten
einer der wichtigsten landwirtschaftlichen Produzenten Afrikas.
Die rund 950 km lange Mittelmeerküste ist flach und hat im Bereich
des Nildeltas den Charakter einer Ausgleichsküste. Das Mittelmeergebiet
ist die feuchteste Region Ägyptens; hier beträgt der durchschnittliche
Jahresniederschlag noch um 200 mm. Nach Süden hin nehmen die Niederschläge
rasch ab: In Kairo sind es nur noch rund 25 mm Regen im Jahr, und in vielen
Wüstengebieten kann es auch mehrere Jahre hindurch gar nicht regnen.
In der Küstenregion bewegen sich die Temperaturen zwischen einem mittleren
Minimum von 14 °C und einem mittleren Maximum von 37 °C. Abgesehen
von Mittelmeerküste und Nildelta liegt Ägypten gänzlich im
Bereich des subtropischen Halbwüsten- und Wüstenklimas. Bei großen
Gegensätzen zwischen Tag und Nacht sind die Sommer sehr heiß
(mittleres jährliches Maximum von 46 °C tagsüber, mittleres
jährliches Minimum von 6 °C in der Nacht), während im Winter
die Temperaturen in der Wüste auf 0 °C fallen.
Der Nil: ein Fluss, von dem alles
abhängt
Die Entstehung und Entwicklung der altägyptischen Hochkultur (ab
dem 3. Jahrtausend v. Chr.) wurde nicht zuletzt durch die jährlichen
Überschwemmungen des Nils ermöglicht, und auch das moderne Ägypten
wäre ohne Nilwasser stark beeinträchtigt. Der insgesamt 6670
km lange und einst mit etwa 95 km3 jährlicher Wasserspende bedeutendste
Zufluss des Mittelmeeres hat im 20. Jahrhundert dramatische Einbußen
erlitten - mit weitreichenden ökologischen Folgen für die südöstlichen
Teile des Levantinischen Beckens. Der stark verminderte Zustrom bringt
kaum noch Sedimente mit, sondern ist mit schädlichen Einträgen
aus der Landwirtschaft belastet; die ursprünglich 120 Millionen Tonnen
Sedimenteintrag jährlich sind auf einen Bruchteil zurückgegangen.
Die Erosion der Küstenlinie im Bereich des Nildeltas, ja bis nach
Israel und dem Libanon hat stark zugenommen (Abb. 3.47), die Produktivität
der ganzen Meeresregion hingegen abgenommen - mit teils dramatischen Auswirkungen
auf die Fischerei. Die Ursache der bedenklichen Entwicklung ist der 1970
fertiggestellte Assuan-Hochdamm und der dahinter aufgestaute, 490 km lange
und bis zu 17 km breite Nassersee sowie die enorme Wasserentnahme für
die Landwirtschaft durch den Sudan und Ägypten. Vor einigen Jahren
erreichten noch 89 km3 pro Jahr den Assuandamm, doch mit weniger als 5
km3 jährlich fließt jetzt nur noch ein Bruchteil der früheren
Wassermenge ins Mittelmeer. Der Nil wird nach Angaben der EEA (European
Environment Agency, 1999) heute zu den zahlreichen "kleinen Zuflüssen"
des Mittelmeeres gezählt; er liegt hinsichtlich der Wasserführung
an 46. Stelle. Alle kleineren Zuflüsse des Mittelmeeres bringen jährlich
insgesamt etwa 50 km3 Wasser ein; im Vergleich dazu beträgt die Wasserspende
der Rhône 48 km3 und jene des Po 49 km3 jährlich.