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Muscat (Oman)

Eine Exkursion für 2011 ist nicht geplant. Interessenten für 2012 können sich unter office@mare-mundi.eu informieren. Die Mindestteilnehmerzahl beträgt 14. Personen.

1001 Nacht am Meer auf Arabiens sanfter Seite: Zu den Walen und Delfinen in das Sultanat Oman


Eines der letzten Geheimnisse dieser Erde öffnet seine Tore. Das neue Traumziel für Taucher, Naturliebhaber und Kulturfans ist geboren. Mächtige Gebirgszüge, beeindruckende Wüstenlandschaften, eine jahrtausende alte Kultur, exotische Souks, idyllische Oasen, eine gastfreundliche Bevölkerung und eine faszinierende, kaum erforschte Unterwasserwelt versprechen einen erlebnisreichen Urlaub.
Das Sultanat Oman ist eine gelungene Symbiose aus moderner Infrastruktur mit all seinen Annehmlichkeiten und einer orientalischen kulturträchtigen Lebensart.

Vor dem neuen Reiseziel des RSEC in Muscat, Oman (Erlebnisseminar in Kooperation mit Extradivers worldwide) tummeln sich ganzjährig Wale und Delfine.

Grund genug, um unseren Kurs für Taucher, Nichttaucher und alle Naturfreunde "Auf den Spuren mariner Großtiere" (Wale, Delfine, Haie, Rochen, Meeresschildkröten, Seekühe) dorthin zu verlegen.

Soeben aus dem Oman zurückgekehrt, berichten die fnz-Vorstandsmitglieder Wilfried und Rosemarie Rieder von den Erlebnissen ihrer Erkundungstour:

Zur Vorbereitung der meeresbiologischen RSEC-Veranstaltung im Jahr 2006 reisten wir Anfang Dezember 2005 für 7 Tage in den Oman um die Örtlichkeiten vor Ort kennen zu lernen. Nach einem ca. 6-stündigen Flug von München nach Dubai und anschließendem 1-stündigen Weiterflug in die Hauptstadt Muscat, erreichten wir nach ca. 45 Minuten Autofahrt die etwas außerhalb von Muscat gelegene Extra-Divers Basis „Oman Dive Center“.
Diese liegt in einer ruhigen und sehr schönen Bucht und besteht aus einem Gebäudekomplex mit Rezeption, Restaurant und Terrasse. Weiters befindet sich die Tauchbasis samt eigenem Süßwasserpool in unmittelbarer Nähe. Hinter den Gebäuden befinden sich die Unterkünfte für die Gäste, sogenannte “Barasti Huts“ – kleine Bungalows direkt am Strand in herrlicher Lage mit komfortabler Ausstattung (Klimaanlage, Ventilator, Kühlschrank, Safe etc.).
Die Bucht verfügt über kein eigenes Hausriff, alle Tauchgänge werden vom Boot aus durchgeführt. Für den Transport stehen 3 Boote zur Verfügung, die Taucher in drei verschiedene Tauchgebiete fahren. Direkt vor der Basis und in wenigen Minuten erreichbar liegt „Bandar Jissah“, welches sich vorzüglich für Einzel- und Nachttauchgänge eignet.
Weiter südöstlich und ca. 30 Minuten entfernt liegt das Gebiet „Bandar Khairan“ mit vielen verschiedenen leichten Tauchplätzen. Das Haupttauchgebiet der Basis liegt jedoch ca. 30 Minuten nordwestlich rund um die Insel „Fahal“. Dort stehen verschiedene Tauchplätze rund um die Insel, sowie ein „Deep Reef“ (ca. 20 – 42 m) und ein „Shallow Reef“ (ca. 14 – 40 m) zur Verfügung. Diese können bei Strömung etwas schwieriger zu betauchen sein, jedoch ist an diesen Stellen immer mit Großfischbegegnungen zu rechnen.
Obwohl im Internet beworben, werden die Tauchplätze rund um die bekannten „Daymaniyat Islands“ derzeit von der Basis nicht angefahren, die Gründe dürften in den langen Fahrzeiten (ca. 2 Stunden), der Beschaffung von behördlichen Tauchgenehmigungen für das Naturschutzgebiet sowie in den schwierigen Transportbedingungen bei rauer See liegen.
Wir führten während unseres Aufenthaltes im Oman 12 Tauchgänge in den drei oben beschriebenen Gebieten durch, wobei festzuhalten ist, dass es während der gesamten Zeit sehr eingeschränkte Sichtbedingungen (ca. 5 – 10 m) gab. Dementsprechend eingeschränkt waren auch unsere Großfischsichtungen, wobei es jedoch trotzdem einige nennenswerte Sichtungen gab. Überraschend waren auf alle Fälle der große Fischreichtum und die gewaltige Artenvielfalt in den betauchten Gebieten. So konnten wir unter den sehr häufig vorkommenden Muränen alleine 5 verschiedene Arten bestimmen, die Anzahl dürfte jedoch höher liegen. Mit sehr viel Glück und Ausdauer konnten weiters einige Stech- und Torpedorochen, große Schwärme Barrakudas und schließlich 2 Schwarzspitzen-Riffhaie gesichtet werden. Leider sind die betauchten Gebiete auch sehr stark befischt und so wurden auf dem Fischmarkt in Mutrah von uns leider auch mehrere Haie und Rochen entdeckt.
Absoluter Höhepunkt der Sichtungen über Wasser war jedoch bei der Anfahrt zur Insel „Fahal“ die minutenlange Beobachtung einer Schule von ca. 100 Spinner-Delfinen (Stenella longirostris), die den Schleppnetzen der heimischen Fischerboote folgten.
An Land führten wir auch kleinere Wanderungen im Nahbereich der Basis durch, wobei neben den ornithologischen und herpetologischen Beobachtungen vor allem der Fund von einigen gut erhaltenen Fossilien (Seeigeln, Schnecken, Röhrenwürmern etc.) zu bemerken wäre. Ebenso der Besuch der Hauptstadt Muscat mit dem Sultanspalast, verschiedenen Moscheen, Festungen und Märkten ließ sich leicht organisieren. Ein etwas teureres Vergnügen war die Anmietung eines Jeeps mit dem wir durch das „Wadi Bani“ in das „Jebel Akhdar“-Massiv auf ca. 2.000 m fuhren (steile Schotterpiste) um von dort inmitten einer grandiosen Gebirgslandschaft den höchsten Berg Omans „Jebel Sharms“ (3.009 m) zu sehen.

Es gäbe sehr viel mehr zu entdecken in diesem wunderschönen und geheimnisvollen Land mit wirklich freundlichen Menschen. Hält man sich an einige einfache Verhaltensregeln so steht einem dieses Land offen und wir können nur hoffen, dass der in den Anfängen steckende Tourismus dem Land seine Natürlichkeit und Schönheit erhält.
Wir haben für den Oman-Reiseinteressierten ein kurzes Informationsblatt mit den wichtigsten Daten und Fakten erstellt und hier zum downloaden bereitgestellt.
Mehr Bilder vom Oman finden Sie in unserer Fotogalerie des RSEC.

 


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