Das Forum für Freunde der Meere und Freunde der Natur

Willkommen im Forum für Freunde der Meere und Freunde der Natur!

Unser wichtigstes Projekt im Jahr 2010: Wir bauen Das Mittelmeer! Wir haben mit "seinem Bau" bereits begonnen! Sichern Sie sich Ihren Baustein zeitnah - damit auch Sie an der baldigen Fertigstellung beteiligt sein und an der Sicherung der wundervollen mediterranen Welt und ihrer Artenvielfalt mitwirken können. Suchen Sie sich Ihre bevorzugte mediterrane Art aus, ob Großer Tümmler, Mönchsrobbe oder Neptungras ? und melden Sie sich bei uns! Ob groß (Wal) oder klein (Bakterium), ob Pflanze oder Tier, ob Forschung, Naturschutz, Tauchen oder Berichte über spannende Naturreisen, in diesem Forum können Sie nicht nur viel Interessantes über Natur & Naturschutz und die Meere erfahren, sondern auch Ihre Fragen dazu von Experten beantwortet bekommen. Das Team der Meeres- bzw. Naturschutzorganisationen mare-mundi.eu und Red Sea Environmental Center freut sich auf Ihre Beiträge und wünscht viel Spaß beim Durchstöbern unseres informativen Forums!
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BeitragVerfasst: 17 Dez 2009 13:19 
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WDR-Serie Bedrohte Paradiese mit mare-mundi - Beteiligung:
im Januar 2010 starten die Dreharbeiten in Thailand


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Unsere Ziele im Januar/Februar in Thailand sind:

:arrow: Phuket und weitere Umgebung
:arrow: Provinz Krabi und weitere Umgebung, inklusive Phi Phi
:arrow: Koh Samui und weitere Umgebung

Für Hinweise, Kontakte und Informationen sind wir dankbar! Umweltorganisationen, Biologen, Naturschützer, Initiativen...

Die WDR-Serie Bedrohte Paradiese startete 2008 mit einer Folge über das Rote Meer und mit Beteiligung von mare-mundi und RSEC. Diese Dokumentation gewann zwei wichtige Preise.
2009 wurde die Dokumentation über das Rote Meer aktualisiert, und zwei weitere Destinationen des Massentourismus sind hinzugekommen: die Malediven - Ein Paradies geht unter http://www.wdr.de/tv/diestory/sendungsb ... /index.jsp und die Kanaren - Inseln der Umweltsünderhttp://www.wdr.de/tv/diestory/sendungsbeitraege/2009/1207/index.jsp .

2010 wird die WDR-Serie fortgesetzt, mit
:arrow: Thailand (Dreharbeiten Januar/Februar)
:arrow: Griechenland (Dreharbeiten April) und den
:arrow: Balearen (Dreharbeiten Mai)

Das Team
:arrow: Jo Angerer (WDR, Redaktion "die story" http://www.wdr.de/tv/diestory/ , Konzept, Produktion)
:arrow: Johannes Höflich (WDR, Regie, Kamera, Konzept, Produktion)
:arrow: Jörg Matzky (Unterwasser-Kamera)
:arrow: Dr. Robert Hofrichter (mare-mundi.eu, wissenschaftliche Beratung)

Hintergedanken
Der Massentourismus berührt heute alle Bereiche des gesellschaftlichen Lebens - und dies in sämtlichen Regionen der Welt. Er wurde zu einem zentralen Faktor im Prozess der Globalisierung mit all seinen Konsequenzen wie Wirtschaftswachstum, sozialer Wandel und Umweltbelastung. Reisen - zumindest wenn es um Pauschalreisen und Massentourismus geht - ist heute in den meisten Fällen schlicht ein Produkt, eine Ware, so wie andere Waren und Produkte auch. Die Tourismuswirtschaft ist eine Industrie. Waren werden gekauft, Produkte konsumiert. Das Reisen ist zu einem Massen-Konsumgut geworden.

In drei wichtigen Reisezielen des Massentourismus, auf den Malediven, den Kanaren und an der Rotmeerküste (2009), und drei weiteren 2010, Thailand, Griechenland und den Balearen, zeigen wir durch unsere Dokumentation auf, dass diese Entwicklung zwar für die Regionen einen kurzfristigen wirtschaftlichen Aufschwung mit sich bringt - doch selten nachhaltig ist. Die rücksichtslose, unsensible Ausbeutung der Küstenregionen, die ökologische Gegebenheiten außer Acht läßt, die Naturschutzgebiete zerstört, die ein vollständiges Zubetonieren der Küste zulässt, die sich nicht um die Problematik der Müllbeseitigung und der Abwässer kümmert, die schlicht den kurzfristigen Gewinn für einige wenige vorsieht und kein nachhaltiges Wirtschaften auch im Interesse der künftigen Generationen - das sind Themen unserer Dokumentation. Es handelt sich um Welten, in denen oft genug die Korruption die Richtung der Entwicklung vorgibt.

Die heile Welt, die von der Toursimusindustrie vermarktet wird, gibt es vielerorts nicht mehr, nur noch eine künstliche Welt, die die wertvollsten Naturressourcen der jeweiligen Region definitiv zerstört hat. Noch gibt es ein Publikum, dass diese künstliche Welt besucht, aber wie lange noch? In dem Ausmaß, wie die natürlich Welt zerstört wird, entstehen künstliche Welten als Touristenmagnete, Themenparks, Aquaparks, Delfinarien, Zoos ...

Ob Konsumenten diese Negativentwicklungen beeinflussen können? Sicherlich, so wie es bei allen anderen Konsumgütern auch der Fall ist. Der Tourismus wird sich erst dann längerfristig als Segen für die Menschen der jeweiligen Regionen erweisen, wenn er nachhaltig ist, mit der natürlichen Umwelt respektvoll und sensibel umgeht und die natürlichen Grundlagen des Reizes, der für seine Entstehung ursprünglich überhaupt erst verantwortlich war, nicht zerstört. So wie sich der Massentourismus in den vorgestellten Destinationen darstellt, verlief die Entwicklung ganz anders. In den allermeisten Fällen handelte es sich leider um kein nachaltiges Planen und Wirtschaften. Der Reiz der Regionen wird zerstört, die Massen der Touristen werden sich neue Ziele suchen und für die einheimische Bevölkerung bleiben nur unnütze Trümmerhaufen zurück - und eine devastierte Umwelt. Denn das große Geld ist in der Regel in den Taschen von Wenigen geblieben, die häufig genug woanders leben und denen das dauerhafte Wohlergehen der Region kaum am Herzen liegt.

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Dreharbeiten auf den Malediven, März 2009. Siehe auch viewtopic.php?t=4000 , viewtopic.php?t=3953 und viewtopic.php?t=3901

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Dreharbeiten am Roten Meer - zwischen Dahab und Marsa Alam. Siehe auch viewtopic.php?t=2809 und viewtopic.php?t=2822

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Dreharbeiten auf den Kanaren, Lanzarote. Siehe viewtopic.php?t=4184

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Der Süden Teneriffas, Kanarische Inseln. Der Massentourismus ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor, bedeutet aber zugleich eine Bedrohung der Natur, speziell der Küstenlebensräume und des angrenzenden Meeres. Haben die Konsumenten einen Einfluss auf die stellenweise verheerende Entwicklung? Die dreiteilige WDR-Serie "Bedrohte Paradiese" nimmt die Situation auf den Malediven, den Kanaren und am Roten Meer kritisch unter die Lupe.

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BeitragVerfasst: 18 Dez 2009 20:03 
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Dr. Robert Hofrichter hat geschrieben:
:arrow: Koh Samui und weitere Umgebung


Ich bin gerade am überlegen nach Koh Tao (die nördlichste Insel in der unmittelbaren Gegend) zu gehen um dort ein bisschen als Diveguide mit Bio-Touren zu jobben und günstig tauchen zu gehen bzw. dafür bezahlt zu werden.

Anscheinend ist diese Insel noch nicht so überlaufen wie Koh Samui, da nur mit Schiff erreichbar.

http://wikitravel.org/en/Ko_Tao

Auch tolle Walhai Spots muss es dort geben:
http://www.youtube.com/watch?v=pId4GPfvP9g

Dann bin ich mal gespannt auf deinen vorab-Bericht nach den Dreharbeiten, solltest du dazu bei einem solchen Terminplan überhaupt noch Zeit finden! :)


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BeitragVerfasst: 19 Dez 2009 15:41 
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Tich hat geschrieben:
Dann bin ich mal gespannt auf deinen vorab-Bericht nach den Dreharbeiten, solltest du dazu bei einem solchen Terminplan überhaupt noch Zeit finden! :)


Lieber Tich

ich kann vermutlich Anfang Februar mehr über Thailand sagen, derzeit bin ich fleißig mit dem Studium des Landes beschäftigt.

Ich werde hier im Forum sicher ausführlich über unsere Reise berichten! :)

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 Betreff des Beitrags: Koh Tao
BeitragVerfasst: 20 Dez 2009 16:26 
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Hallo Andi,
auf Koh Tao war ich vor 7 Jahren mal gewesen. Eine sehr schöne kleine, gemütliche Insel. Damals fing das mit dem Massentauchen so langsam an und es gab schon über 30 Tauchbasen. Inzwischen ist das bestimmt mehr geworden. Vielleicht solltest Du mal Thomas (den von Carina) fragen, der hatte da doch länger gearbeitet und hat vielleicht sogar noch Connections.
Wann willste denn dahin? Mich würde es auch nochmal sehr reizen dort vorbeizuschauen

lg aus Quseir

.fidelfisch


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BeitragVerfasst: 23 Dez 2009 12:52 
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Hey fidelfisch!

dem Thomas hab ich schon eine e-mail geschrieben, Skype ist er leider nie online.
Eigentlich will ich so schnell wie möglich dorthin, Februar wäre evtl ein realistischer Zeitrahmen.

Ich hab mich aber noch nicht 100% auf die Insel festgelegt.. vielleicht ist mir dort schon zu viel (Massen-)Tauchtourismus.

Fest steht nur, dass ich gerne meine Tauchausbildung ein bisschen weitertreiben möchte und dann ein paar Monate als Guide mit Bio-Schwerpunkt jobben möchte. Nicht um Geld zu verdienen sondern um möglichst günstig viel tauchen gehen zu können und vielleicht noch ein paar Leute für den Meeresschutz begeistern.

lg, Andi


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BeitragVerfasst: 25 Dez 2009 11:47 
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Hai,

in Thailand lohnt sich das Tauchen mehr an der Westküste (Phuket, Khao Lak). Hier ist auch seit dem Tsunami ein regelrechter Boom entstanden; Khao Lak war z.B. vor der Welle noch ein richtiger Geheimtipp, auch in der Hauptsaison überschaubar und sehr ruhig. Bekannt geworden durch den Tsunami hat sich hier eine Goldgräberstimmung meist auswärtiger Investoren breit gemacht, der Ort explodiert förmlich. So gab es Anfang des neuen Jahrhunderts nur eine Handvoll Hotels/Resorts und Läden, alles war sehr einfach und überschaubar. Seit einem Jahr gibt es dort einen 24-Std. McDonalds... mit dem Effekt, das die thailandischen Kinder und Jugendliche langsam immer fetter werden - was es vorher so nie gab.

Tauchtechnisch gibt es in den beiden Hauptgegenden Phuket und Khao Lak Tauchbasen wie Sand am Meer. Da dort die Tauchsaison von Oktober bis April geht und in Ägypten genau gegenläufig ist, findet man viele Guides und Tauchlehrer, die zwischen diesen beiden Ländern saisonal wechseln. Dabei gibt es ein Überangebot an Guides, die meisten Basen haben ihre Stammguides, die jedes Jahr kommen, für Neue ist es sehr schwer, dort einen Job zu bekommen. Dazu kommen auch Restriktionen seitens der Regierung; für ausländische Guides und TL´s gibt es bald kaum noch Platz, da Thailand Einheimische dazu ausbildet. Ausländer bekommen nur eine Arbeits- und Aufhenthaltserlaubnis, wenn sie keinem Einheimischen einen Job wegnehmen...

@Tich
Ein paar Monate als Guide mit Bio-Schwerpunkt lohnt sich in der Andamanensee sicherlich, gerade die Similans, Koh Ta Chai, Ko Bon und Richelieu Rock sind taucherisch in der Hauptsaison recht gut besucht und durch den Tsunami auch in Teilen zerstört worden (auch wenn die Basen es dort nicht wahr haben wollen bzw. gerne unter den Teppich kehren); da wäre sicher einiges für dich zu beobachten. Nur kenne ich keine Tauchbasis, die einen Bio-Schwerpunkt hat oder überhaupt nur erwähnt; und in Khao Lak kenne ich die meisten, da war ich schon sehr oft, vor und nach dem Tsunami (den ich zum Glück knapp verpasst habe). dafür ist das Tauchen dort recht teuer, der Kommerz steht hier eindeutig an erster Stelle.

So sind z.B. die Similans in der Monsunzeit (Mai - September) geschlossen; böse Zungen behaupten, damit die Fischer dort ungestört wüten können... gegen einen kleinen Beitrag oder andersweitige Beziehungen fahren aber einige Tauchbasen auch in dieser Zeit die Inseln an...

Sehr interessant auch die Surin Inseln bis weiter hoch nach Myanmar rein. Noch vor Jahren völlig unberührt, jetzt auch schon von immer mehr Safaribooten angefahren. Hier wären Langzeitbeobachtungen sicher sehr nützlich.

Ein biologisches und auch taucherisches Highlight ist übrigens der Stausee Khao Sok. Ein riesiger Süßwassersee mit großen Welsen, unterwasser liegenden Wäldern und Höhlen umgeben von unberührtem Urwald. Es gibt in Khao Lak zwei Tauchbasen (FunDivers und WetZone Divers), die 2-tägige Expeditionen dorthin anbieten inkl. tauchen. Übernachtet wird in schwimmenden Schilfhütten auf dem Wasser mitten im Urwald. In rund 20m Tiefe gibt es eine Schicht toter abgestorbener Materie (weisses Material), taucht man dort durch, hat man darunter Sichtweiten von 20-30m und mehr; allerdings nur mit Lampe, die weisse Schicht lässt kein Tageslicht durch. Tagsüber kann man auch kleine Exkursionen in den Urwald machen.

Ich bin auf den Film gespannt, mal sehen, was da so bei rauskommt.

Gruss
Roger


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BeitragVerfasst: 26 Dez 2009 10:43 
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RogerT hat geschrieben:
Ich bin auf den Film gespannt, mal sehen, was da so bei rauskommt. Gruss Roger


Lieber Roger,

danke für die wertvollen Hinweise!

Es ist freilich auch mein Wunsch den Film so informativ und mit wichtigen Inhalten gespickt zu gestalten, wie es nur geht, obwohl ich auf die endgültige Gestaltung keinen direkten Einfluss mehr habe.

Ich möchte mich bemühen kein für die Umwelt von Thailand wichtiges Thema zu übersehen.

Was ich garantiert nicht will, ist ein Land oder eine Destination "schlecht zu machen" .

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BeitragVerfasst: 31 Dez 2009 17:11 
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Lieber Robert !

Könnt Ihr euch da auch um die Elefanten kümmern ??!!???!

Es gibt zwar sehr rührige Tierschützer in Thailand, aber der komplette Misstand mit den sog. "Bettelelefanten" konnte meines Wissen bis jetzt erst in Bangkok abgestellt werden.

Das Problem sind nebem dem individuellen Leid der Tiere auch die Wildfänge !!!
Die Thais sind selber entsetzt darüber, ist es doch ihr Nationaltier und genießt höchsten Respekt ... aber money makes the world go around :(

Solange z.B. noch Banken Kredite zum Kauf eines Elefanten geben, der dann auf den Straßen zum "Betteln" eingesetzt wird, weil das lukrativer ist als die traditionelle Arbeit mit den Tieren, wird dieser Irrsinn nicht aufhören :(

Liebe Grüße
Caro

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"Auch wenn es gelänge, die Tiere vor uns zu schützen, hätten wir nichts erreicht. Erst wenn es uns gelingt, die Tiere nicht mehr schützen zu müssen, sind wir am Ziel. Dann haben wir etwas verändert: UNS !" Zitat von Michael Aufhauser


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BeitragVerfasst: 31 Dez 2009 17:56 
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Caro hat geschrieben:
Könnt Ihr euch da auch um die Elefanten kümmern ??!!???!


Liebe Caro,

zuerst einmal: Guten Rutsch!!! Und ein wunderbares, gesundes Neues Jahr!!!

:indian:

In Thailand (und später in Griechenland und auf den Balearen) würde ich gern jedes sinnvolle Thema aufgreifen. Aber das Land ist groß und die Probleme (mehr als) zahlreich. Seit Wochen beschäftige ich mich mit Thailand, aber dieses Land ist wesentlich vielfältiger als alle anderen, die wir bisher behandelt haben.
Und es gibt kaum einen Themenbereich des Umwelt- und Naturschutzes, der in Thailand nicht aktuell wäre. Die Umweltsituation ist an und für sich wirklich katastrophal ... Es gibt nichts, was es nicht gibt ...

Darum bin ich bei meinen Recherchen auf Hinweise von Freunden und Gleichgesinnten angewiesen und bin für solche Hinweise auch sehr dankbar.

Mir geht es aber auch darum, mit meiner Beteiligung nicht bloß auf die Mängel aufmerksam zu machen. Es gibt Menschen, die der Serie vorwerfen, dass sie damit nur die Destinationen "schlecht macht". Für mich wäre es persönlich sehr unbefriedigend etwas lediglich "schlecht zu machen". Dieser Vorwurf stimmt nicht, zumindest was meine Motivation betrifft.
Ich würde gern konstruktive Ansätze einbringen. Und zwar ganz konkrete Ansätze.
Was könnte man besser machen?
Wie könnte man es besser machen?
Was kann man ändern?
Was können die Staaten, die Regierungen tun?
Was können wir als Individuen, als Touristen, als Naturfreunde tun?

... und viele andere ähnliche Fragen ...

Was ich damit sagen will: Bevor ich ein Thema aufgreife, muss ich Klarheit darüber haben, was man konkret tun kann, wie man handeln soll, um eine Verbesserung herbeizuführen. Irgendwann übersteigt es die Möglichkeiten eines einzelnen Menschen sämtliche Aspekte gut zu recherchieren, oder auch nur zu überblicken...

Die Empörung der Naturfreunde über bestimmte Dinge kann man heute mit den technischen Möglichkeiten des Internets schnell zum Ausdruck bringen. Innerhalb von Sekunden schießen die Nachrichten rund um den Globus. Massenmails werden verschickt. Ohne sie auch nur gründlich zu lesen, werden sie schon durch weitere Verteiler innerhalb von Sekunden weiter geschickt. Millionen lesen es ... oder auch nicht ... Ich sage nicht, dass es schlecht ist...

Aber die Wirkung hält sich in der Regel in Grenzen.

Apropos: Ich liebe Elefanten! Ich hoffe sehr, dass ich in Thailand auch noch einige glückliche Elefanten erleben kann! Wenn Du konkrete Ideen hast, was wir für diese wunderbaren Tiere tun könnten, werde ich sie gern aufgreifen. Aber dazu brauchte ich (fast) Deine Unterstützung ... :)

Nochmals: Guten Rutsch, auch an alle Forumsleser! :jester:

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BeitragVerfasst: 01 Jan 2010 18:44 
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Lieber Robert !

Als erfahrene Tierschutztante setze ich als Erstes immer auf Aufklärung OHNE erhobenen Zeigefinger.

Am einfachsten wäre es, wenn mit den Elefanten kein Geschäft mit den Touristen gemacht werden könnte. Das ist leider ein frommer Wunsch - aber warum nicht einfach mal anfangen, den großen Stein ins rollen zu bringen :wink:
Es gibt leider bisher zu wenige Einrichtungen wie Reservate, Elefanten"waisenhäuser", naturgerechte Einkommensmöglichkeiten für die Mahouts, etc.

Ein großes Problem der Tier- und Naturschützer in Thailand ist aber, dass der Elefant zwar unter dem Artenschutzabkommen steht, in Thailand aber unter das Nutztiergesetz fällt !!!!!
Ein Appell "von außen" an die Regierung in dieser Angelegenheit, wäre eine große Unterstützung für die Elefantenschützer :)

So - und hier gibt´s mehr zu lesen :wink:

http://www.bangkokpost.com/news/investi ... n-the-wild

http://www.savetheelephants.org/news-re ... and41.html

Liebe Grüße
Caro

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BeitragVerfasst: 04 Jan 2010 10:55 
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Hai Robert,

dann lese mal in diesem Forum: http://www.khaolakforum.de/
da gibt es auch Infos über Elefanten in Khao Lak. Dazu gehört noch die Infoseite http://www.mykhaolak.de/

Fazinierend übrigens, daß kurz vor dem Tsunami 2004 die Elefanten unruhig wurden und sich einige sogar von den Ketten losgerissen haben und in das höhere Bergland geflüchtet waren. Woher wissen Tiere, was da auf uns zukommt? Bei solchen Meldungen kommt man sich als Mensch manchmal richtig klein und dumm vor... wie wenig wir doch wissen.

Gruss
Roger


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BeitragVerfasst: 04 Jan 2010 22:00 
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RogerT hat geschrieben:
dann lese mal in diesem Forum: http://www.khaolakforum.de/
da gibt es auch Infos über Elefanten in Khao Lak. Dazu gehört noch die Infoseite http://www.mykhaolak.de/


Danke für den tollen Hinweis!!! :)

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BeitragVerfasst: 05 Jan 2010 20:41 
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RogerT hat geschrieben:
Fazinierend übrigens, daß kurz vor dem Tsunami 2004 die Elefanten unruhig wurden und sich einige sogar von den Ketten losgerissen haben und in das höhere Bergland geflüchtet waren. Woher wissen Tiere, was da auf uns zukommt? Bei solchen Meldungen kommt man sich als Mensch manchmal richtig klein und dumm vor... wie wenig wir doch wissen.


Also ich hab schon öfters Aufnahmen gesehen, bei denen Elefanten ihren sensiblen Rüssel auf den Boden legen und somit Töne im Infraschallbereich wahrnehmen können.

Somit erscheint es mir wenig verwunderlich, dass sie auch die seismischen Aktivitäten des Tsunamis bzw. des auslösenden Erdbebens wahrgenommen haben und instinktiv richtig reagiert haben.


On Topic: Ich habe jetzt eine unverbindliche Zusage von einer Tauchbasis auf Ko Lanta (etwas SE von Phuket), also werde ich in den nächsten Monaten vermutlich ein paar Berichte und Bilder von dort bringen, sofern ich nicht übermäßig stark durch die dort anfallende Arbeit beansprucht werde. :)

edit: hat jemand eine Buchempfehlung für die Bestimmung von Fischen, Krebsen, Schnecken, etc. in der Andamansee? Gibt es ein buch das dem Lieske für das Rote Meer Konkurrenz machen kann?
edit2: ich kann mich vage an claudia's empfehlung von "Reef Fish Identification Tropical Pacific" erinnern. Das gibts ganz güstig hier.


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BeitragVerfasst: 09 Jan 2010 20:21 
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Lieber Tich !
Wie schön und ich freue mich schon auf Deinen Bericht !
Ko Lanta muss noch eine der letzten Oasen sein ...

Lieber Robert !
Zu Deinen Recherchen ... es ist müßig, Dir noch mitzuteilen, dass HAI auch der Standardfisch auf den Auslagen der Fischrestaurants ist :(
Nach meinem Wissensstand waren es überwiegend kleine Zitronenhaie, die da im crushed ice lagen :cry:
Wir waren ja damals in Ao Nang. Und da gibt es ganz unten am Strand so eine Art Markthallen, die allesamt Restaurants sind.
Wir waren immer im letzten der Restaurants und den Eigentümer (hat auch Zimmer !) habe ihn mal traurig darauf hingewiesen, dass ich das nicht gut finde. - Da sagt er mir, dass Haie nur für die Touries da sind (ist der "Thrill") und sie nicht gezielt gefischt werden.
Und den Beifang wegschmeissen, fand er nicht gut.
Ich auch nicht - weil Lebensmittel wegschmeissen ... :evil:

Aber WIE in Thailand dann genau gefischt wird, habe ich nicht rauskriegen können :?

Liebe Grüße
Caro

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BeitragVerfasst: 10 Jan 2010 10:32 
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Tich hat geschrieben:
edit2: ich kann mich vage an claudia's empfehlung von "Reef Fish Identification Tropical Pacific" erinnern.

Die Andamanensee ist eigentlich noch der Atlantik, aber es ist eh eine Faunenregion...

So gut wie der Lieske sind die ganzen Debelius-Führer nicht, aber ein Standard wäre sicher der Riff-Führer Indischer Ozean ... Ich habe auch jede Menge gute Maledivenführer, die passen sicher auch bis zu einem gewissen Grad ... Die Artenzahl steigt gegen Osten an, also man wird nicht 100% jede Art damit bestimmen können.

Ansonsten die ganze Bibliothek mitschleppen, die Krebse, die Korallen, die Schnecken ...

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