Azoren 08: Ein Tagesausflug nach Sao Jorge
Ein Teil der Gruppe machte eines Tages einen Ausflug auf die Nachbarinsel São Jorge. São Jorge zählt zu der Zentralgruppe der Azoren, ist 233,5 Quadratkilometer groß und liegt 53 Kilometer lang gestreckt von Nordnordwest nach Südsüdost und bis zu acht Kilometer breit zwischen den Nachbarinseln Graciosa und Terceira im Norden, Faial im Westen und Pico im Süden. Hauptstadt ist Velas mit etwa 1.900 Einwohnern. Auf São Jorge leben insgesamt rund 10.500 Menschen.
Frank brachte uns mit dem Schlauchboot nach Sao Jorge.
Unsere Begleiter waren die Gelbschnabel-Sturmtaucher. Gelbschnabel-Sturmtaucher sind Zugvögel, die weite Strecken auf dem offenen Meer zurücklegen. Im März kommen sie zu den Azoren, um an den Küsten zu nisten. Die Vögel brüten in Kolonien und graben ihre Nisthöhlen mehrere Meter tief in die Klippen oder benutzen natürliche Fessspalten. Das Weibchen legt im Mai ein einziges weißes Ei, das von beiden Eltern 55 Tage lang bebrütet wird. Männchen und Weibchen lassen sich äußerlich nicht unterscheiden.
... und die Risso-Delfine. Der Rundkopfdelfin (Grampus griseus), auch bekannt als Risso-Delfin, ist eine Art der Delfine (Delphinidae), die nach der für die Familie ungewöhnlichen Kopfform benannt ist. Man glaubt heute, dass der Rundkopfdelfin innerhalb der Delfine der Verwandtschaft der Grindwale (Globicephala) zuzuordnen ist.
Die Insel ist ganz anders als Pico ...
Und dann kamen wir zum Wunderwald oder eher Wunderpark ... Hier rechnet man jeden Moment damit, dass ein Zwerg, ein Hobbit oder eine Fee erscheint ...
Die Insel wurde 1439 erstmals erwähnt und vom Flamen Wilhelm van der Haegen besiedelt. Ein durchschnittlich 700 m und in der höchsten Erhebung 1.053 m hoher Gebirgsrücken bildet das Rückgrat der Insel. Viele Menschen leben noch von Ackerbau und Viehzucht. Zu den Besonderheiten der Insel gehören unter anderem die sogenannten Fajãs (abgelegene Siedlungen mit nur wenigen Einwohnern) auf fruchtbarem Küsten-Schwemmland über Geröllflächen unterhalb der Steilwände direkt am Meer.
Der Käse der Insel ist weithin bekannt und wird auch in Nordamerika verkauft. Die salzhaltige Luft und die immergrünen Hochweiden geben ihm seinen Geschmack. Älteste Käserei ist die Cooperativa de Leitaria da Beira. Sie wurde 1927 gegründet. Doch fast jeder Ort hat eine eigene Milchsammelstelle. Zweimal täglich müssen die Bauern den oft beschwerlichen Weg zu den Weiden antreten.
