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 Betreff des Beitrags: Maskarenen-Teil 2-Reunion
BeitragVerfasst: 23 Dez 2009 21:55 
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Maskarenen 2.Teil- La Réunion

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Kühl oder brennend heiß, zur Auswahl...
Sehr nahe am Wendekreis des Steinbocks (21° Süd), ist die Insel mit einem ozeanischen Klima gesegnet, dass zwischen einer warmen und feuchten Saison von Dezember bis April und einer mehr kühlen und trockneren von Mai bis November wechselt.
Von einer Saison zur anderen variirt die Temperatur kaum: 20° in Saint-Denis im "Winter", 26° im Sommer. Höhe, Windrichtung, die dominierenden Passatwinde aus Süd-Ost spielen eine Hauptrolle, das Relief bestimmt jedoch große klimatische Differenzen von einer Region zur anderen: es macht ungefähr zehn Grad weniger im Plaine des Caffres (1700 m Höhe) wie an der Küste und manchmal friert es auf den Gipfeln, ohne das der Piton (Gipfel) "des Neiges" (Schnee) tatsächlich seinen Namen verdient. Und während Sainte-Rose, an der Küste im Wind, 4500mm Regen im Jahr erhält, bekommt Saint-Gilles les Bains in 50 km Luftlinie gerade Mal 580 mm ab...
Das Relief und die variable Großzügigkeit der Wolken erschaffen so mehr als zweihundert unterschiedliche Mikroklimate, die den Besucher überaschen: es ist nicht selten, dass sich zu einem Regen in Saint-Denis ein Regenbogen in Grande Chaloupe gesellt und Sonnenschein über Possession, nur 12 km voneinander getrennt!

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Ich bin von Mauritius nach St. Pierre geflogen, das ist der kleinere Flughafen im Süden der Insel. Dort bin ich von Claus abgeholt worden und habe Didi und Andrea aus Österreich kennengelernt, die auf dem anderen Flughafen im Norden gelandet und extra wegen dem Grand Raid nach Reunion gekommen sind. Im Safaricamp von Christina und Claus in Manapany-Les-Bains angekommen sind wir von den Hunden Gandalf und Eowyn begrüßt worden. Christina und Claus sind deutschsprachig, was gewisse Vorteile bietet wenn man nicht so gut französisch parliert. Ein Reunionaise hat mir erzählt, dass seine Zunge sich beim Englisch sprechen immer verknotet! Ich glaube, so geht es vielen dort.

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http://www.gandalfsafaricamp.de/


Der Süden

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Hier ist die Lava in den Ozean getaucht und in der Gischt erstarrt in der Form eines Schiffsbugs, Vorsprünge und Nischen bildend gegenüber dem Treiben der Strömungen.
Eine zartgrüne Vegetation die über den schwarzen Stein zu rutschen scheint, dabei in die türkise Klarheit des Wassers fallend. Die weichen und harten Kontraste dieser zerklüfteten Küste löst wilde Romantik aus.

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Nach der Entwaldung, wurden Vacoas (Pandanus utilis) hier als Windschutz angepflanzt . Diese Bäume, deren Blätter der Korbflechterei dienen, sind heute altvertraut in dieser Landschaft des südlichen Littorals.

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Der Gecko de Manapany (Phelsuma inexpectata), ein kleiner Taggecko von ungefähr 10 cm Länge, hat sich den Vacoa als bevorzugten Lebensraum ausgewählt. Man kann ihn während der heißen Stunden in der Sonne schlafen und kleine Insekten jagen sehen. Er ernährt sich auch von den reifen Früchten des Pandanus.
Wie der Phelsuma borbonica existiert dieser kleine Gecko nur auf La Réunion und seine geographische Verteilung dort ist begrentzt auf die Ortschaften Manapany und Petite-Ile, so dass er heute den totalen Schutz benötigt. Man hat die Anwohner gebeten, Schraubenpalmen in ihre Gärten zu pflanzen.

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Video:
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Das Wasser des Himmels, besonders ausgiebig im Sommer, hat im wesentlichen die Schönheit der Insel erschaffen. Es hat in die Gebirge Täler und Talkessel gemeiselt, hat auf diesem wilden Relief einen Vegetationsmantel von gewaltiger Lebendigkeit hervorbrechen lassen.
Die Küste im Wind, sehr beregnet, ist natürlich die grünste. Sie war lange Zeit von einem Wald, dem "Bois de couleur" (gemischter Wald) bedeckt, der das ganze Littoral besetzte, bis auf die mittleren Hänge hoch, wo er allmählich Platz für den Bois de Couleur des Hauts (gemischter Höhenwald) machte.

Anse Cascade
Fischerort, Wasserfälle und viel Brede Songe.
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Diese Wildpflanze, die entlang von Bächen wächst habe ich schon oft auf Mauritius gegessen, allerdings hat immer die kreolische Mama für mich gekocht! In Reunion bin ich dann auf die grandiose Idee gekommen dieses Wildgemüse zu pflücken und meinen ahnungslosen deutschen Mitbewohnern im Safaricamp zu präsentieren. Alle haben es probiert und hatten bis zum nächsten Morgen ein fürchterliches Kratzen im Hals! Mittlerweile weiß ich dass man das Kochwasser wegschütten muß um die Bitterstoffe zu entfernen! Man lernt doch ein Leben lang dazu! :lol:
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Brilantaisia:
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Der war so süüß!
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Cascade Biberon

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Ardisia crenata
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Weinende Gebirge, singende Kaskaden-Reunion besitzt davon dutzende. Lange glitzernde Strahlen gleiten die Felswände herunter oder donnern brüllend an, an Tagen mit viel Regen.

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Wasserfall, 220 m hoch und seeeeehr kalt + Sekundärvegetation.

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Conservatoire Botanique des Mascarin

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Das französische Umweltministerium hat ein Netz spezialisierter Einrichtungen von vielseitigem Status eingeführt, das den Namen "Nationales Botanisches Konservatorium" erhalten hat als Gegenleistung für die Einhaltung eines Pflichtenkataloges. Die festgesetzten Missionen werden in einer globalen Vorgehensweise zum Schutz der Flora umgesetzt, die sich in 4 Punkten artikulieren. Der erste betrifft den den generellen Einblick in die Flora eines gegebenen Gebietes, die Bedrohungen, die seltene Arten belasten und die Lokalisation der bedeutenden botanischen Stationen. Der zweite Teil betont über die Einführung der Erhaltungsprogramme "in situ" die am meisten bedrohten Elemente. Der dritte Teil betont "ex situ"-Erhaltungsprogramme durch die Einführung von Samenbanken.
Schließlich machen die Kommunikation mit den betreffenden Kollektiven und der breiten Öffentlichkeit den letzten Punkt aus.
Das Nationale Botanische Konservatorium der Maskarenen wurde 1986 ins Leben gerufen, dank den Anstrengungen des Generalrats von La Réunion. Es befindet sich auf den Höhen von St. Leu (Domaine des Colomaçon) in einem alten Agrarbesitz der Familie Chateauvieux. In einer Domäne von einem Dutzend Hektar stellt es ein Ensemble eines thematischen botanischen Gartens dar, darunter einen Erhaltungsgarten für bedrohte Pflanzen. Der größte Teil der endemischen Hölzer wird dort kultiviert und vermehrt. Die Gewächshäuser und ein Labor für In-Vitro Kultur erlauben diese Art von Operationen.

Ein sehr seltenes Holz, Tournefortia bojeri (Boraginaceae), endemisch auf Reunion wird im N.B.K der Maskarenen kultiviert. Keine wilde Population ist zur Zeit bekannt. Der letzte Schößling der erfaßt wurde, wurde durch einen Brand zerstört. Die Pflanze wurde dank Samen und durch In-Vitro-Meristemvermehrung erhalten.

Die Sammlung Reunion repräsentiert den Halbtrockenwald der östlichen Niederungen vor mehr als 400 Jahren vor Ankunft des Menschen. Diese Sammlung enthält viele gefährdete endemische Arten. Darunter: Bois puant (Foetidia mauritiana), Saliette (Psiadia retusa), Bois de Chenille (Clerodendron heterophyllum), Bois rouge (Cassine orientalis), Grand nattes (Mimusops maxima)

Rindenwechsler (Aphloia theiformis) und Ebenholz von Reunion (Diospyros borbonica)
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Bois de Judas (Cossinia pinnata) und Bois de fievre (Pouzolzia laevigata). Ob dieser tatsächlich bei Fieber hilft kann ich nicht bestätigen-ich war im Urlaub nicht krank! :D

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1. Die Palmiste Poison (Hyophorbe indica, links), ist eine endemische Palme der feuchteren Wälder. Im Gegensatz zu den anderen endemischen Palmen ist sie essbar. Man findet sie in der Gegend um Saint-Philippe oder Grand Etang. Wenn sie nicht durch den Menschen konsumiert wurde, diente sie den Schweinen als Nahrung, weshalb sie auch Palmiste Cochon heißt.

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Die Gattung Hyophorbe ist endemisch auf den Maskarenen und generell stark bedroht.

Die Collection Plantes Lontan stellt die eingeführten Pflanzen, die die Landschaft und die Gesellschaft von Reunion geprägt haben vor.
Die "ersten Franzosen" (1642) sollen vom Fischen, Jagen und Sammeln gelebt haben.

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Die zweite Hütte war schon konfortabler
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Dann gab es eine Hochzeit des Kaffees und die Einführung von Früchten und Gewürzen (18. Jhdt.), gefolgt von Rohrzucker (19. Jhdt.) und Geranien(20. Jhdt.) Die Landschaft wurde dadurch unnatürlich verändert.

Zuckerrohr und Geraniumdestilation

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In den 1860er Jahren berührte eine schlimme ökonomische Krise durch die Ausdehnung des Anbaus der Zuckerrübe in Europa den Zucker. Die Inseln, besonders La Reunion fing neu an sich zu orientieren, in Richtung Parfümpflanzen. Die Vanille, für die Mexico ab 1841 das Monopol verloren hatte (ab diesem Datum beherrschte man die künstliche Befruchtung) breitete sich langsam aber sicher aus. Auf Reunion erreichte ihre Produktion 100 Tonnen Schoten im Jahre 1898. Das von Südafrika 1870 eingeführte Geranium entwickelte sich stetig. Diese Kultur breitete sich auf Reunion hauptsächlich ab dem Ende des 19. Jhdts. aus.

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Das Géranium rosat (Pelargonium X asperum "bourbon"), ursprünglich aus Südafrika stammend, besitzt in den Haaren ihrer Blätter ein essentzielles Öl mit einem starken, anhaltenden Duft welches als Fixierung in teureren Parfums verwendet wird. Seine Destillation erfogt in Destiliergeräten auf dem Feld. Die Stängel und Blätter des Geraniums werden in einem Bottich gepresst, das Wasser entzogen für die 30 cm großen Fächereinsätze. Die dampfende Mischung aus Wasser und essentiellem Öl wird nach der Kondensation in einer "Florentinischen Vase" mit langer Tülle durch die unterschiedlichen Dichten getrennt.

Ein Wald für ein Parfum...
In weniger als einem halben Jahrhundert waren die dichten "Bunten Wälder der Höhen" im Osten den Äxten der Holzfäller gefallen. Zum Teil in den Heitzkesseln der Eisenbahn verdampft, entfernt um Platz zu schaffen für neue Kulten. Es bleibt eine Landschaft, die-so schön sie auch sein mag- nichtsdestoweniger doch künstlich ist: Geranium und verschiedene Kulturpflanzen am Fuße von Akazien und Sicheltannen (Cryptomerias)...

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Die Sicheltanne wurde aus Japan zur Wiederaufforstung und wirtschaftlichen Nutzung importiert aber sie bildet eine so dichte Bedeckung, dass sie das Austreiben der Krautpflanzen an ihren Füßen verhindert; mehr noch, ihre Wurzeln trocknen den Boden vollständig aus.
Die Akazie mit blaßgelben Pompons (Acacia mearnsii) ist häufig mit Geranium verknüpft. Schnellwachsend und spontane kleine Wälder bildend, liefert sie Brennholz für die Destilationsgeräte und bereichert die Böden, da sie im Wurzelbereich Stickstoffe aus der Luft binden kann.

Sukkulentensammlung:

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Orchideen gibt es auch:

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Foret de Ravenal

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Ravenala madagascariensis, einzige Pflanzenart der monotypischen Gattung Ravenala aus der Familie der Strelitziengewächse. Er kann bis 15 m hoch werden. Im Blattgrund sammelt sich Regenwasser, das durch Anstechen gewonnen werden kann- daher der Name "Baum des Reisenden". Mit den Blättern kann man Dächer decken, Blattrippen dienen als Baumaterial. Samen und junge Blätter sind essbar.

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Es hat mich zuerst etwas verwundert, dass dieser Wald auf Reunion eine Touristenattraktion ist, da ich bisher gelernt hatte, dass der Ravenal, aus Madagaskar stammend, auf den Maskarenen eigentlich eine Pestpflanze ist, die durch invasives Wachstum die endemische Flora zurückdrängt. Dieser Wald scheint aber tatsächlich relativ alt zu sein (so große Ravenals habe ich in Mauritius noch nicht gesehen) und hat dadurch Tradition. Er ist tatsächlich sehr schön! Zwei Dinge sind mir dort häufig begegnet: Frösche und Voodoo-Zauber.

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Zu zwei: Ich lege einerseits wert darauf meine Fotosammlung zu komplementieren, aber...obwohl ich nicht abergläubig bin, echt nicht! ...gibt es Dinge zwischen Himmel und Erde, die ich einfach nicht fotografiere! Zum Beispiel Voodoo-Zauber! Es heißt dass irgendwie das Böse auf den Fotografen überspringt. Ich glaube nicht daran, nö, aber ein komisches Gefühl habe ich trotzdem.
Ich bescheibe es einfach: es gibt immer wieder Stellen im Wald wo naturale Opfergaben abgelegt werden; manchmal ein Flachmann mit Rum und oft ist ein Speer in den Boden gerammt. Wir haben während unseres Spaziergangs 4 bis 5 solcher Stellen entlang des Weges gesehen.

Ursprünglich war Voodoo die einzige Hoffnung und Lichtblick und zugleich ein Schutzschild der schwarzen Sklaven. Die Machthaber fürchteten diese unbekannte Religion voller Mythen, Geister, und Dämonen. Nachdem sie die Versammlungen verboten, wurden diese heimlich weiterbesucht und so wurde uns die Vodootradition mit allen ihren bunten Schattierungen bis heute erhalten. Der oberste Gott ist „Bondye“ (auch „Le Bondieu“ (franz.: der Liebe Gott) genannt).

Wenngleich Anleihen des Hinduismus zu finden sind, handelt es sich hierbei um einen der unzähligen spiritistischen Bräuche, die von Angehörigen verschiedener Glaubensrichtungen praktiziert werden. Einheimische warnen davor, solche Zusammenstellungen zu berühren oder gar durcheinander zu bringen, möchte man sich nicht dem Risiko aussetzten, mit einem Fluch behaftet zu werden.
Auf Réunion lebt jeder seine eigene Art von Glauben aus, wobei der Übergang zwischen traditioneller Religion und spiritistischer Vorstellung fließend ist und vom frommen Wunsch am Schrein des Saint-Expédit bis zur schwarzen Messe reicht. Nun sind nächtliche Rituale, bei denen mit Hilfe von Opfergaben die Geister des des Piraten La Buse oder des Massenmörders Sitarane beschworen werden, nicht jedermanns Sache, einem gewissen Hang zum Aberglauben kann auf Réunion allerdings niemand entsagen. Verlorene Seelen, Hexerei (sorcellerie), böse Geister und Flüche sind allgegenwärtig.

Geschichte von St. Expedit
Es gibt verschiedene Versionen darüber. Die Legende, die älter ist wie die offiziele Version der katholischen Kirche sagt, dass Kisten aus dem Vatikan nach Reunion in die Misionsstatuonen, Kranken-und Waisenhäuser geschickt wurden. Diese Kisten trugen den lateinischen Stempel: expedit, was "verschickt" heißt. Die Menschen haben gedacht, dass die Gaben von einem Heiligen sein müssen und haben diese nicht-existierende Person sofort verehrt. Die Kirche hatte wohl lange ein Problem damit und hat dann einen römischen Leginär, der sich zum Christentum bekannte, heilig gesprochen. Der Kult auf Reunion soll älter sein wie die Version der Katholischen Kirche. Diese Angaben sind unter Vorbehalt, da ich kein Religionswissenschaftler bin und mich damit nicht zu sehr beschäftigt habe.

http://de.wikipedia.org/wiki/Expedit

Plaine de Caffres-Das Allgäu von Reunion

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"Plaine des Cafres" bedeutet "Ebende der Kaffern", "plein des cafres" - "voll mit Kaffern" wird aber genau gleich ausgesprochen. So legt man die Bennennung dieser damals dicht bewaldeten Hochebene, die, wie u.A. auch Cilaos, Maido und Mafate von den Marrons, den entflohenen Sklaven, als Refugium benutzt wurden, auch dem Sklavenjaeger Francois Mussard in den Mund, der seinen Kollegen nach einem Streifzug gesagt haben soll "allez la-haut, c'est plein des cafres". "Cafres" (cafre -m und cafrine - w) nennen sich die Nachfahren der ostafrikanischen Sklaven noch immer gerne selbst und dieser Ausdruck hat hier nichts beleidigendes sondern bezeichnet eine ethnische Gruppe. (Origalton: Claus)

Das sind sehr robuste Schweizer Almkühe, die das ganze Jahr über draußen sind. Sie dienen als Fleischlieferanten.

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Die Holsteiner werden auf Reunion als Milchkühe gezüchtet. Da sie empfindlicher sind müssen sie nachts in den Stall. Es gibt noch eine fast weisse französische Rasse, die Limousin.

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Grand Bassin
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Reunion ist die größte und höchste Insel der Maskarenen. Sie hat eine elliptische Form von 70 Kilometern in ihrer größten Länge. Das Relief zeigt sich mit sehr schroffen Felsen, die sich mehr als 1000 Meter absenken. Die Risiken, die mit der Erosion und mit den Einstürzen zusammenhängen, sind beträchtlich. Die begrenzten Küstenebenen mit Felsen, die Nehrungen und die Sandstrände sind sehr eng. Die Insel besteht aus zwei vulkanischen Massiven: dem Piton des Neiges, der 3069 Meter erreicht und heute inaktiv ist (schläft, ist aber nicht verloschen) und dem Piton de la Fournaise, der in 2.631 Metern aktiv ist.
Die Reliefe werden tief unterbrochen von zahlreichen kleinen Schluchten, die von unregelmäßigen und sturzbachartigen Wasserläufen, "gemäß der Chaostheorie", benutzt werden.


Fleur Jaune (Hypericum lanceolatun)

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Diese Pflanze kommt auf den Maskarenen nur in den Bergen von Reunion vor. Sonst sieht man sie in den afrikanischen Bergen von Äuquatorialguinea bis Tansania. Man hat zwei Unterarten auf Reunion ausgemacht: H. lanceolatum subsp. lanceolatum und H. lanceolatum angustifolium. Diese zweite Unterart, deren schmale Blätter parallele Nerven haben, ist auf Reunion endemisch. Aus den Blüten wird ein essentielles Öl für die Phytotherapie destilliert.

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Auf dem Weg zum Vulkan

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Spanisches Gänseblümchen oder Mexikanisches Berufskraut (Erigeron karvinskianus)
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Wenn die sichtbare Fläche der Maskarenen alles in allem bescheiden bleibt, ist der eingetauchte Teil der vulkanischen Inseln unermesslich. Ruhend auf dem Ozeanboden, in mehr als 4000 Metern Tiefe, mißt das vukanische Gebäude von Reunion annähernd 220 km Durchmesser und mehr als 7000 Meter an Höhe.Er stellt so eine der eindrucksvollsten vulkanischen Gesamtheiten der Welt dar, mit nur 1/30° seines aufgetauchten Volumens. Es ist ein typischer "Schildvulkan"; er ergibt sich aus der aufeinanderfolgenden Aufstapelung einer Menge flüssiger basaltischer Güsse.

Die Ausbildung von Reunion charakterisiert sich durch die Einführung von zwei vulkanischen Systemen von deutlich unterschiedlichen Altern: der Piton des Neiges (schlafender Vulkan) und der Piton de la Fournaise (aktiver Vulkan). Neue Entdeckungen scheinen, die Existenz eines dritten vulkanischen Systems zu beweisen, welches verschwunden ist. Dieses alte vulkanische Gebäude "Les Alizés" , von vergleichbarer Bedeutung wie dem Piton des Neiges wurde nach ihm geschaffen. Er soll danach unter den vulkanischen Produkten von Piton de la Fournaisse vergraben worden sein.
Der Piton des Neiges, wie er heute erscheint, ist ein typischer Stratovulkan: das ist eine beeindruckende Aufstapelung eruptiver und effusiver Materialien auf mehreren Tausend Meter Dicke.
Man unterscheidet klassisch 4 Erbauungsphasen in deren Verlauf die Emissionsprodukte sich von flüssigem, basischen Materialien hin zu effusiven, dominanten immer saurerem Material entwickeln, das reich an klebrigen Silikaten ist und einen mehr und mehr explosiven Vulkanismus produziert. Der Piton de la Fournaise ist deutlich neuer. Er wurde vor mehr als 500 000 Jahren geboren und hat sich anhand einer Aufstapelung von Lava gebildet. Es ist ein Schildvulkan von 40 Kilometern Durchmesser an schwachen Abhängen (10°). Drei Calderas folgen abgegrentzt aufeinander, so die vier verschiedenen Phasen von vulkanischen Hauptaktivitäten abgrenzend. Das vulkanische Gebäude wird in seinem Gipfelteil sehr grob markiert durch zwei große konzentrische volcano-tektonische Zusammenstürze, gebunden an das Funktionieren der zwei neuesten Caldeiras. Das größte von diesen Zusammenstürzen wird geprägt vom Rempart de la Plaine des Sables. Der zweite entspricht l'Enclos Fouqué, einer ausgedehnten, hufeisenförmigen Bodensenke, die zum Meer hin geneigt und offen ist. Der Gipfelteil des Vulkans wird durch zwei verschmelzende Krater gekrönt (Bory-Krater und Dolomieu). Der Vulkan wird von drei tiefen Tälern eingeschnitten: Rivières des Remparts, Rivière de l'Est und Rivière Langevin.
(Text aus dem Guide naturel des mascareignes)

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Plaine de Sable

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Piton de la Fournaise

Als ich das letzte Mal da war, sind hier noch Menschen rumgelaufen. Zur Zeit ist das Gebiet gesperrt, da der Vulkan aktiv ist ( das heißt dort: "Madame Fournaise furzt!" ) und man nicht weiß wann er ausbricht. Man weiß aber dass die Lavakammern gefüllt sind.

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Der Fournaise hat begonnen sich auf der Süd-Ost- Flanke des Piton des Neiges zu erheben. Er ist mindestens 500.000 Jahre alt. Das Massiv ist eingestürzt bei zahlreichen Reprisen und hat als Souvenir dieser Naturkatastrophen mächtige Mauern zurückgelassen, darunter die letzte, Enclos, welche den zentralen Kegel umschließt. Der Rythmus der Eruptionen ist variabel aber es gibt wenige Jahre ohne Ausbruch. Die meißte Lava siedelt sich im Enclos an und folgt den natürlichen Hängen zum Meer hin, manchmal daran heranreichend; aber die neuere Geschichte hat zwei Lavaflüsse abseits von Enclos vermerkt, die Dörfer durchquert haben. Der Fournaise stellt dagegen keine Gefahr dar: die Eruptionen der aktuellen Phase sind effusiv, ohne große Explosionen, und die Lavafontänen geben sich damit zufrieden ihr großes Spektakel zu geben indem sie ein Feuerwerk von erbsen-bis nußgroßen Pyroklasten und Bomben hundert Meter hoch versprühen, während ein roter Fluß schnell die Steilufer und Tunnel, die er selbst erschafft, abwärts fließt.


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(abfotografiertes Foto vom letzten Lavafluß)

Die Straße ist wieder befahrbar aber sie bewegt sich, weil sich das ganze Gebiet noch bewegt. Unter der Oberfläche brodelt es noch. Claus hat uns erklärt, dass man auf dem Geröll laufen kann, weil Geröll Hohlräume ausfüllt. Gefährlich sind die glatten Flächen weil die einstürzen können und darunter ist es teilweise noch flüssig. An manchen Stellen dampft es.

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eingestürzter Hohlraum

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hier dampft es noch

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hier brodelt es

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Stricklava heißt auch Pahoehoe-Lava, auf Hawaiisch = seidig. Diese Lava ist ziemlich glatt und sieht wie aufgefaltet oder strangförmig aus. Sie kann bis zu 50 cm dick sein.

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Lavatunnel:
In solch einem Tunnel kann die Lava mit über 100 km/h durchschießen! Es war interessant das zu sehen, aber ich hatte ein mulmiges Gefühl dabei, weil ja die Lavakammern gefüllt waren und niemand wußte, wann etwas passiert. Wieder draußen, habe ich mich wesentlich besser gefühlt!

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Das Wunder von Piton Sainte Rose

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1977...........................................und heute

Im Nordosten des Piton de la Fournaise, dem Hausvulkan La Réunions, liegt der kleine Ort Piton Sainte Rose. 1977 zog sich ein Lavastrom durch den gesamten Ort und wie durch ein Wunder stoppte er genau vor dem Eingang dieser Kirche. Im Vordergrund kann man noch die erkalteten Lavareste erkennen. Seit diesem Tag heißt die Kirche Notre Dame des Laves und ist zu einer weiteren kuriosen Sehenswürdigkeit der Insel avanciert.
Verschwiegen wird von den Gläubigen, dass auch die Polizeistation verschont wurde! Göttliche Gerechtigkeit, die auch die irdische Executive anerkennt?? :lol:

Die Jungrau mit dem Sonnenschirm

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Im 20. Jhdt. ließ Monsieur Leroux, Besitzer von Bon-Blanc in St.-Rose diese Statue auf seinen Feldern aufstellen um diese vor der Lava zu schützen. Das Ergebnis war, das eines Tages die Lava über seine Felder floß und die Ernte vernichtete, jedoch die Statue unangetastet ließ. Seitdem wird sie von den Katholiken verehrt. Mittlerweile hat man sich trotz aller Gläubigkeit dazu entschlossen, die Statue zu ihrem eigenen Schutz umzusiedeln. Sie befindet sich jetzt neben der Lavakirche. Da kann der Ortschaft eigentlich nichts mehr passieren! :D


Pionierpflanzen auf der Lava:

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Petit ambaville (Hubertia tomentosa)

2000 m Höhe: auf den Feuchtwald von Tamarins oder den Bois de couleur folgt eine Welt aus Steinen, feinem Nebel und brutalen Temperaturen. Die Kälte der Nacht wechselt sich ab mit mit einer brennenden Sonne; auf wokenbruchartige Regen kann strenge Trockenheit folgen. Der nackte Lava-oder vulkanische Kiesboden läßt das Wasser sehr schnell abfließen. Das Leben hat sich jedoch an diese schwierigen Umweltbedingungen angepasst.

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Branle vert (Philippia montana), Branle blanc (Stoebe passerinoides),Ambaville (Phylica nitida)
Die Branle vert oder Brande (philippia montana) ist eine sehr auffallende grüne Baumheide. Man trifft sie im sehr dichten Gestüpp im Gebirge nahe der Gipfel der Insel, wo sie ausgedehnte Heiden bilden.

Philica nitida
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Abgesehen von einigen Baumgruppen erscheint die Vegetation hier in den trockenen Zonen in Form von Sträuchern und Stauden, welche einen untersetzten Wuchs haben (ericoide Vegetation) oder in Kissenform welches einen besseren Schutz darstellt gegen die Temperatur- und Luftfeuchteschwankungen. Diese Flora umfasst zugleich Endemiten und exotische Arten.
Der Petit Tamarin des Hauts (Sophora denudata), der in tieferen Lagen eine schöne Höhe erreichen kann, ist hier einfach ein Strauch; dieser Endemit von Reunion mit silberigen Blättern produziert nach der Blüte Schoten mit in korkähnlichem Gewebe eingeschlossene Samen.
Der Strauch mit harten Blättern, Phylica nitida (Frz. ambaville bâtard) wächst in runden Kissen im Branles blancs (Stoebe passerinoides) und im Branle vert (Philippia montana, Erica reunionensis), eine stachelige Baumheide; der Branle vert unterscheidet sich durch seine frische Farbe.
Der Petit bois de rempart (Agauria buxifolia) mit Blüten in Schellenform ist beispielhaft angepasst an den vulkanischen Lebensraum, denn er schafft es selbst in den Lavaspalten zu wachsen, in denen kürzlich ein Lavastrom geflossen ist.

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Petit Bois de Rempart (Aguria buxifolia)

Der Bois de rempart (Aguria salicifolia var. pyrifolia, Ericaceae) ist eine typische heliophile (sonnenliebend) Pionierart die sich früh auf der Lava einrichtet. Man beobachtet sie auch in den älteren Wäldern. Sie ist dann ein großer Baum, oft dahinsiechend, der manchmal 20 m erreichen kann. Diese auf Reunion heimische Art besitzt scharlachrote Blüten die nach Honig duften. In Mauritius ist Bois de Cabri (Auguria salicifolia var. salicifilia) eine sehr nahe endemische Taxa mit Blüten die an der Basis hellrot und oben gelb sind. Man sieht sie auch an exponierten Stellen (Bergkämme, steile Hänge). Dagegen ist die Art mitten im Wald nicht präsent.

1. Etappe: Pionierstadium der Flechten
Ein oder zwei Jahre nach ihrer Erkaltung sind die Ströme besiedelt von einigen Flechtenarten die an extreme klimatische Bedingungen angepasst sind. Die thermische Abbweichungen sind besonders folgenreich auf den schwarzen Laven. Die Moose entwickeln sich bevorzugt in den Rissen der Felsen wo die Feuchtigkeit etwas höher ist. Die Flechte Stereo-caulon vulcani, genannt "Fleur de Roche", dagegen bevorzugt Oberflächen mit direkter Sonnenbestrahlung.

2. Etappe: Pionierstadium heliophiler Farne
In den Einbuchtungen der Felsen, wo die feuchtesten Bedingungen herrschen und dort, wo sich etwas organische Materie sammelt können die ersten jungen Farne Wurzeln schlagen. Der Farn Nephrolepis abrupta (Davaliaceae) stellt sich ein mit den ersten Jungpflanzen des Bois de rempart (Agauria salicifolia, Ericaceae). Einige andere Pioniersträucher nehmen Platz. Ihre leichten Samen kommen planlos durch Windverbreitung. Andere sonnenliebende Kräuter pflanzen sich und formen manchmal dichte Populationen wie Machaerina iridifolia (Cyperaceae) oder wie zwei andere Farne, Dicranopteris linearis (Gleicheniaceae) und Lycopodium cernuum ( Lycopodiaceae), die charakteristisch für diese heliophilen Stadien sind.

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3. Etappe: spärliches Sträucherstadium mit Bois de rempart und Bois de fer batard
Die Heidekrautgewächse immer reichlich begleitend, pflanzt sich der Bois de fer bâtard (Sideroxylon borbonicum var. capuronii, ein Eisenholzbaum) auf einen Lavastrom, der total unter einer dichten Krautschicht verschwindet. Die heliotrophen Farnpflanzen wie Nephrolepsis abrupta überlassen den Platz den hemisciaphilen (halbschattenliebend) Farnen wie Nephrolesis bisserata (Davalliaceae) und Phymatodes scolopendria (Polypodiaceae). Die Krautschicht wird immer dichter dank der Zunahme der Sträucher, die von der Ansammlung einer ca 10 cm dicken Schicht organischer Materie profitieren.

4. Etappe: das dichte Gestrüpp des Bois de fer bâtard
Die Krautschicht macht jetzt ein dichtes Gestrüpp aus. Verschiedene Arten des Halbschattens und des Unterholzes können keimen, Die Krautschicht wird von Nephrolepis besserata dominiert, die heliophilen Arten sind zum größten Teil verschwunden. Die Baumfarne (Cyathea borbonica) erscheinen. Die zoochoren Arten, deren Samen durch Vögel verbreitet werden, werden zahlreicher.

5. Etappe: Stadium des jungen Waldes mit Petit natte
Im Schatten des dichten Gestrüpps können die sciaphilen Arten keimen. Die ersten Epiphyten stellen sich ein, die ein internes günstiges Mikroklima favorisieren. Die petite natte (Labourdonnaisia callophylloides, Sapotaceae) hört auf eine der dominantesten Pflanzen zu sein. Die heliophilen Pionieressenzen wie Bois de rempart sind noch präsent, erneuern sich aber nicht mehr.

6. Etappe: Stadium des reifen Petit natte Waldes
Das Kronendach erreicht schließlich seine optimale Entwicklung. Die Pionierarten wie der Bois de rempart werden zunehmend seltener. Lediglich einige alte Bäume die 10-20 m Höhe erreichen können, beugen seine Anwesenheit in der Vergangenheit (die Samen dieser Art brauchen Licht um sich zu entwicxkeln und nur die Gnst eines neuen Lochs im Kronendach läßt sie vieleicht keimen). Der Epiphysitismus ist in seiner vollen Entwicklung. Die meisten Stämme sind von einem vegetalen Gewebe aus Moos und kleinen Farnen der Familie Hymenophyllaceae ummantelt. Einige strikt humicole Orchideen fügen sich in die Krautschicht ein. Sie bewurzeln im Boden der allmählich dicker wird.




Die Bunten Wälder der Höhen

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Umrankte Bäume, grünes Licht, Moose und Farne bedecken die meiste Fläche... In seinem Nebel treibend, hat sich der Wald "Bois de Couleur des Hauts", Überbleibsel eines ehemals riesigen Primärwaldes, etwas magisches bewahrt...

Christina, unsere Führerin durch die Wälder
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Wesentlich zusammengesetzt aus Endemiten und Hygrophilen, verteilt zwischen 1000 und 1900 m Höhe, entsprechend der Ausrichtung der Berghänge, bedecken sie alle Höhen der Insel, mit dem Tamarinaie und dem Vacoaswald (Pandanus montanus).
Die ausgiebigen Regen, der Dunst und die dichte Bedeckung bewerkstelligen dort eine solche Luftfeuchtigkeit dass die Bäume mit Moos umhüllt sind und die Flechten ein dichtes Gewebe um ihre Äste bilden.
So umwickelt, läßt der Tan rouge (Weinmannia tinctoria) nur einige Blätterbündel in größeren Abständen erkennen. Die meisten Mahots-Arten (Dombeya) mit großen mehr oder weniger rundlichen Blättern tragen einen bemerkenswerten weißen oder rosanen Blütenflor.
Der Bois maigre (Nuxia verticillata), endemisch auf den Maskarenen ist kümmerlich belaubt, weit verbreitet und auch in den Ebenen präsent. Sein Name bezieht sich auf seinen weißlichen, runzligen und ausgemergelten Stamm.

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An den Zweigen dieser Bäume hängt oft l'Usnée barbue (Usnea barbatus), eine epiphytische Flechte. Sie benutzen die Bäume nur als Ständer, Usnea bezieht ihre Substanzen, die Mineralsalze enthalten, ganz bescheiden aus der Luft oder den Regengüssen.
Eine Flechte ist für sich selbst ein wahres Ökosystem in Miniatur. Sie besteht aus einer Verbindung zwischem einem Pilz (prinzipiell ein Ascomyzet) und einer grünen Mikroalge oder einem Cyanobakterium, manchmal aus beiden. Ihre Ernährung ist vollkommen abhängig von der Atmosphäre (Gas,Wasser,Staub). Die Photobionten (Algen oder Cyanobakterien) synthetisieren zum Teil dank iherer Photoynthischen Pigmente Zucker aus Kohlendioxid. Wenn vorhanden nehmen Cyanobakteriel teil an der Stickstoffernährung indem sie Stickstoff aus der Atmosphäre binden. Im Gegenzug stellt der Pilz die Wasserversorgung der Fotobionten sicher und produziert spezifische organische Moleküle, die die Verbindung der erstaunenswerten Resistenzkapazität gegenüber Umweltstress übertragen. Auf den Maskarenen sieht man Flechten bei allen Vegetationstypen und auf allen Arten von Wirten, wo sie oft begleitet werden von Bryophyten. Jede Art besitzt ihre eigene ökologische Anforderung: in epiphytischer Lage (Stämme,Äste), saxicol (Steine,Felsen), terricole (Erde,Humus) oder epiphyll (Blätter). Angepasst an extreme Bedingungen sind die Flechten die ersten die die abgekühlten Lavaflüsse kolonisieren (Stereocaulon) oder sind in der Lage die höchsten Äste der Bäume der Nebelwälder zu überziehen (Usnea). Ihr Leben in dieser Umwelt besteht ohne jeden Zweifel in der Fähigkeit sich strengem Wasserstress zu wiedersetzen und dann schnell ihre metabolische Aktivität zu retablieren. Man weiß wenig über die Diversität der lichenologischen Besiedelungen der Maskarenen und über ihre Endemismusrate. Angesichts der großen Kapazitäten der Verbreitung von Sporen (Pilze) und Brutknospen (Verbund der Pilz/Algenzellen, hervorgegangen aus vegetativer Vermehrung), ist der Gruppenendemismus ohne Zweifel nicht sehr ausgeprägt. Mehrere Arten sind tatsächlich Kosmopoliten.

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Der Fanjan, von der Silhouette einer Palme, ist in Wirklichkeit ein Baumfarn. Man unterscheidet drei Arten von Fanjans: zwei werden hier "femelles" genannt (Cyathea excelsa und Caythea glauca), sie besitzen einen an der Basis verdickten Stamm (das sind tatsächlich Leitbündel der Wurzeln aus denen Pflanztöpfe hergestellt werden); und einer, der sich "mâle" nennt (Cyathea borbonica), sehr hoch und dünn. Diese Farne unterscheiden sich auch durch ihre Blätter: dreiflügelig (tripenné) bei den "femelles", zweiflügelig (bipenné) bei den "mâlls".

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Die beiden "Weibchen" C.glauca,endemisch und C.excelsa eingebürgert mit Wurzelsystem an den Stämmen
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...der männliche Stamm (C. borbonnica) ist dagen glatt bis oben:
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...bei den "Weibchen" ist er segmentiert.
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Die Epiphyten befestigen sich an Stämmen und Ästen von Wirtspflanzen (den Phorophyten). Manchmal, sich einige Meter über der Erde befindend, haben sie keinen Kontakt mit dem Waldboden. Man sieht sie hauptsächlich im Nebelwald und Schattenwald. Sie kommen in den Trockenwäldern der Niederungen nicht vor. Im Gegensatz zu parasitischen Arten die den Saft ihrer Wirte benötigen, wird ihr Bedarf an Wasser und Nährsubstanzen durch die atmosphärische Kondensation und das Rieseln des Regens auf den Ästen und Stämmen aufgenommen. Orchideen, Moose, Flechten und Farne sind die hauptsächlichen Vertreter dieser üppigen biologischen Formen. Im Detail kann man unterscheiden zwischen Schattenepiphyten (wenig angepasst an längere Trockenheit) und Lichtepiphyten (daran angepasst ihre Evapotranspiration zu regulieren).

Canne marronne mit Blüte

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Zum Unterschied zu den Epiphyten verfügen die Hemi-Epiphyten, welche sich auch auf den Wirtspflanzen in mehreren Metern Höhe entwickeln, über eine Wasser und Nährstoffversorgung über den Boden mittels langer Luftwurzeln. Am Anfang seiner Entwicklung verhält sich der junge Affouche etrangleur (Ficus,Würgefeige) wie ein Epiphyt, dann wie ein Semi-Epiphyt, weil seine ersten Wurzeln an die Erde heranreichen. Man findet diese Strategie wieder beim Canne marronne (Cordyline mauritiana, Liliaceae). Diese Art besitzt zwei Sorten von Wurzeln, die ersten mit mechanischer Funktion, die den Stamm umwachsen, die zweiten mit Nährfunktion, die entlang der Rinde des Wirtes kriechen um den Boden zu erreichen. Andere Arten beginnen ihre Entwicklung dagegen auf dem Boden, gewinnen schnell an Höhe indem sie sich an der Rinde des Wirts auf Art des Efeus befestigen. Einige Farne und eine Art von Piperaceae (Piper borbonense) des warmen feuchten Waldes verhält sich ebenso. Bei zwei Farnen, Lomariopsis pollicina und Blechnum attenuatum spielt sich die Jugendphase auf dem Boden ab. Die erwachsene Phase ist hemi-epiphytisch: die fertilen Wedel fädeln sich auf einer langen aufsteigenden Wurzel auf, die den Boden verläßt und am Stamm bis auf 3 oder 4 m Höhe hochklettert.

Bois de Laurent Martin (Forgesia racemosa)
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Der Faux bois de rose oder Bois de Laurent Martin (Forgesia racemosa) mit Blüten in Form Schellenform ist weltweit einzig: sein Genus existiert nur auf Reunion und umfaßt eine einzige Art; er kommt in feuchten Lebensräumen der Höhen vor.
Dicke Moosschichten und zahlreiche Epiphyten benutzen Stämme und Zweige als Unterstützung. Das Sphaignes (Sphagnum), grünes oder rötliches Moos, mit Wasser durchtränkt, bedecken oft die Basis der Baumstämme. Auf diesen sind reichlich vorhanden die Ananas marron (Astelia hemichrysa) und Hymenophyllum, zierlicher Farn mit grazilen Wedeln oft schwerer werdend durch die Luftfeuchtigkeit.
Antrophium oder " Langue de boeuf" breitet seine fleischigen Blätter spachtelförmig auf den bemoosten Stämmen und Steinen aus.

Langue de boef-Ochsenzunge

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Unter den zahlreichen Waldvögeln sind einige in Gefahr auszusterben.
Einen habe ich fotografisch erwischt: den Terpsiphone bourbonnensis oder Mascarene Paradies-Flycatcher, oder lokal "Zoiseau la Vierge" genannt:

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Notre Dame de la Paix

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Der Wald von Notre Dame de la Paix ist ein Halbtrockenwald oder Sapotenwald. Er befindet sich zwischen 1300 und 1700 m Höhe auf der Westflanke des Vulkans "Piton de la Fournaise", am Rande vom Tal des "Rivere des Remparts". Er ist Zeugnis der ursprünglichen pflanzlichen Entwicklung, der typischen Vegetation der Feuchtgebiete und mittleren Höhenlagen der Insel.
Oftmals versunken in den Nebeln, ist er verbunden mit einem kühlen und feuchten Klima. Er repräsentiert eine reichhaltige Pflanzenvielfalt und enthält zahlreiche endemische Arten.
Sein Aussehen ist gekennzeichnet von Bäumen geringer Größe, oftmals verwunden, verzweigt, oder sogar liegend und bedeckt von üppigen Aufsitzerflanzen (Farne, Orchideen...). Das Unterholz ist nicht so dicht und der Boden ist bedeckt von einer vielfältigen Vegetationen ( Bodenfarne ). In anderen Halbtrockenwäldern findet man auch viel die Höhentamarinde.

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Chance ecorce, der "Rindenwechlser" ,Aphloia theiformis ist die einzige Art der Gattung Aphloia, die wiederum alleine die Familie der Aphloiaceae bildet.

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Faujasia salicifolia
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Die Wilde Petersilie (Persil marron, Pilea rupidendia) ist endemisch.
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Der Märchenwald von Bebour

Der Bebour ist ein Sterkulienwald oder "richtiger" Regenwald. Er ist feuchter wie der voherige Wald und das Unterholz ist so dicht, dass man nicht vom Weg abgehen kann.

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Ananas marrone (Astelia hemichrysa)
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Calanthe sylvatica
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Arnottia mauritiana
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Calanthe sylvatica
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Cynorkis hologlossa und Farn
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Unter den Orchideen, sind Cynorkis und Arnottia zurückhaltend, sich kaum bemerkbar machend durch ihre bescheidene rosa Blüte zu Beginn der heißen Saison.

Petite carambole
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Die Petit carambole (Bulbophyllum nutan) läßt sich erkennen durch seine Blätter in Form eines Hasenohrs.
Bei der Carambole (Bulbophyllum, Orchidaceae) ist die Blattbasis wulstig und besteht aus einer Pseudibulbe die fähig ist eine bestimmte Menge Wasser einzulagern.

Bei den meisten Pflanzen reduziert das Einsparen von Wasser auch den Gasaustausch mit der Atmosphäre (das Gas CO2 und der Dampf der Luft). Letzteres ist geregelt durch den Grad der Öffnung der Stomata, spezialisierte Zellen (Spaltöffnungen) der Blätter. Die Öffnung der Stomata während des Tages erlaubt den Eintritt von CO2 in die Pflanze für ihre Fotosynthese, aber bedeutet auch einen Wasserverlust. Der Prozess der am weitesten verbreiteten Art der Fotosynthese der temperierten Breitengrade, genannt "C3" basiert auf der Öffnung der Stomatas während des Tages, was die Absorption von CO2 erlaubt. Der Austausch von Wasser und CO2 findet am Tag statt; die Fotosynthetischen Reaktionen sind lichtabhängig. Der eindeutige Nachteil dieses Mechanismus im warmen und trockenen Klima ist ein sehr großer Wasserverlust durch die geöffneten Stomata. Ein besonderer Typus der Fotosynthese existiert bei bestimmten tropischen Pflanzen und heißt "CAM". Diese Arten zeigen eine Inversion im Rythmus des Öffnens der Stomata: diese letzteren erlauben den Gasaustausch in der Nacht nicht. Das Kohlendioxid ist daher übergangsweise in Molekülform (Apfelsäure) während der Nacht gespeichert. Die Fotosynthese wird am Tag durchgeführt. Diese Phasenverschiebung erlaubt den Wasserverlust angesichts schwacher Lufttemperaturen in der Nacht zu vermindern . Komplexe und sehr verschiedene biochemiche Reaktionen charakterisieren diese Mechanismen. Auf den Maskarenen sieht man diese Anpassung bei eingeführten Arten wie Kalanchoe (Crassulaceae), aber viel seltener bei zahlreichen epiphytischen Orchideen. Auf Madagaskar funktionieren mehr als 50% der epiphytischen Orchideen nach dem CAM-Typ. Dieser Mechanismus scheint sehr verbreitet bei den Arten der Gattung Angraecum wie dem Petite comète (Angraecum eburneum). Die Orchideen der Gattung Bulbophyllum, entwickelt unter gleichen Bedingungen, sind dagegen Pflanzen der klassischen Fotosynthese (genannt "C3"). Bei diesen Arten ist die Pseudobulbe, die sie charakterisiert, fähig Wasser zu speichern und dadurch hat sich bei dieser Gattung keine besondere Anpassung der Fotosynthese entwickelt.


Kelonia

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Kelonia bei St. Leu ist seit 2006 ein Ort an dem kranke Schildkröten gepflegt werden und Forschung betrieben wird. Das war nicht immer so. Von 1940-1960 wurden an dieser Stelle Korallenkalk hergestellt. 1977 erönnete die ferme corail, die frisch geschlüpte Schildkröten von den Inseln Tromelin und Europa (Iles éparses) in Reunion aufzog um sie mit drei Jahren dem lokalen Schildpatthandwerk und der traditionellen Küche zur Verfügung zu stellen. Das Argument der Befürworter war, dass man nur Schildkröten entnimmt, die tagsüber schlüpfen und sowieso die Beute von Vögeln würden und das die Bestände nicht gefährdet seien. 1981 kamen die Schildkröten dann unter Anhang I des Washingtoner Artenschutzabkommens. Man durfte dann noch das Schildpatt verarbeiten, das bis 1984 gewonnen wurde.

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Video:
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http://www.kelonia.org/00-GB/index-gb.html

http://www.kelonia.org/00-GB/Kelonia/Corail-Farm.html

http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%8Eles_%C3%89parses

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...und die uns schon bekannten Radiatas und Seychelois
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Jardin des Parfum et des Epices

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Dieser private Gewürz-und Parfümgarten ist 200 Jahre alt und seit 1989 für die Öffentlichkeit zugänglich.
Seit Ende des 18 Jhdts. hat man dort im Wald von Mare Longue Gewürze angebaut, weil das feucht-warme Klima dafür bestens geeignet ist.

Liane Jade (Strongylodon macrobotrys) stammt von den Phillipinen.
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Kakao
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Kardamom und Vanille
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Pfeffer
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...und alle, die noch mehr exotische Pflanzen brauchen können den relativ neuen Park "Exotika" bei Pierrefonds besuchen!

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Grand Raid- Die "Diagonale der Verrückten"

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Ich muß zugeben dass ich als relativ unsportlicher Mensch von Marathon-Läufen null Ahnung habe! Es hat sich aber so ergeben, dass ich wegen der Pflanzen nach Reunion gekommen bin und mit diesem Ereignis, das nicht nur lokal, sondern wohl international bekannt ist, konfrontiert wurde. Wie eingangs schon erwähnt, habe ich zwei Individuen der Spezies "Marathonläufer", nämlich Didi und Andrea aus Österreich schon bei meiner Ankunft auf Reunion kennengelernt. Nachdem sie die österreichischen Berge zur Genüge rauf und runter gelaufen sind haben sie beschlossen Reunion zu erkunden.

Didi kurz vor dem Start
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Der Grand Raid ist der schwerste Ultrabergmarathon der Welt. Ein Ultramarathon ist ein Lauf der sich jenseits der normalen Marathondistanz (42,2km) befindet.
Er geht über ca 150km und ist dabei noch mit 9200 Höhenmetern über wirklich extremes Gelände geschmückt,(postiv und negativ!!) das heißt 9200m rauf aber auch wieder runter. Der Grand Raid ist mit 2500 Startplätzen limitiert. Es gibt aber auch die Möglichkeit am Semi Raid teilzunehmen. Der geht über ca die halbe Distanz.
Für 2009 wurde die Strecke kurzfristig geändert, da ein endemischer Vogel, der Tuit-Tuit (Coracina newtoni) sich auf dem Parcours zum Brüten niedergelassen hat. Man konnte Roche Ecrite nicht durchqueren. Stattdessen führte der Weg über Deux Bras und Dos d'Ane.
Didi ist um Mitternacht am Cap Mechant gestartet und nach 35 Stunden und 128km, kurz vor St. Denis wegen
Dehydration ausgeschieden. Leider hatte er vergessen genügend zu trinken.

Didi, 36 Stunden später und 6 Kilo leichter:

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Meine Empfehlung für alle, die ein paar Pfunde loswerden möchten: Fitnessurlaub auf La Reunion!

der Vogel:
http://pagesperso-orange.fr/SVT.ocean-i ... ittuit.jpg



Saint-Pierre

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In St.-Pierre wurde Dipavali, das tamilische Divali mit indischen Ständen, Musik, Tanz und einem Umzug am Abend gefeiert.
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Video1
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Video2
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Zuletzt geändert von Sundri am 27 Dez 2009 19:23, insgesamt 2-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 24 Dez 2009 14:46 
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Vielen Dank für diesen äußerst umfangreichen und bildgewaltigen Bericht. Sehr schön!


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BeitragVerfasst: 24 Dez 2009 23:35 
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Danke liebe Sundri für den wunderbaren Bericht! :)

Schöne Feiertage!

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Die ... Begeisterung, die wir beim Betrachten der Natur empfinden, ist eine Erinnerung an die Zeit, da wir Tiere, Bäume, Blumen und Erde waren ... das Wissen um unser Einssein mit allem, was die Zeit vor uns verborgen hält. Leo N. Tolstoi


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BeitragVerfasst: 26 Dez 2009 03:21 
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Registriert: 14 Dez 2006 00:44
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Hab den Bericht gerade noch entdeckt als ich ins Bett gehen wollte und jetzt ist es gleich halb vier!
Ist ja wieder einiges dabei.
Gute Nacht
wünscht euch
Hemimastix


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