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BeitragVerfasst: 15 Dez 2012 14:02 
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Masbat Bay Conservation II –Wochenrückblick 1. Woche

In der ersten Woche des Masbat Conservation Projektes haben wir viel über die Methodik von Untersuchungstauchgängen gelernt. Hierzu gehörte das Erkennen von Indikatorfischen und Substraten um Veränderungen der Fischbestände und Substratzusammensetzung charakterisieren zu können. Dies wurde zuvor Überwasser mit Hilfe von Fotos erlernt und dann Unterwasser bei Übungstauchgängen angewandt.
Des Weiteren haben wir bei Tarierungstauchgängen geübt, wie man sich bei Untersuchungstauchgängen bewegt und die Tarierung anpasst. Besonders Spaß machten die Übungen im Unterwasserparcour, der aus verschiedenen Hindernissen und Spielen besteht.
Nachdem in einem Test überprüft wurde, ob wir alle Indikatoren erkennen können, machten wir einige Testtauchgänge, in denen wir den Ablauf der eigentlichen Untersuchungen geübt haben.
Da uns bei einigen Tauchgängen die extreme Verschmutzung Unterwasser augefallen war, beschlossen wir außerdem einen clean-up Schnorchelgang durchzuführen.

Masbat Bay Conservation II –Wochenrückblick 2. Woche

Die zweite Woche des Masbat Bay Conservation Projektes verbrachten wir hauptsächlich mit Untersuchungstauchgängen. Je nach Wetterlage und Wellengang führten wir diese in Mashraba oder der Bannerfish Bay durch. Dabei optimierten wir die Untersuchungsmethoden, sodass uns die Durchführung immer leichter fiel. Nina zeigte uns außerdem zwei Tauchplätze außerhalb des Masbat Bay, Rick's Reef und Canyon Coral Garden, wobei wir die Gelegenheit hatten gleich zwei Napoleon Lippfische aus nächster Nähe zu beobachten, einen männlichen und einen weiblichen. Neben den Untersuchungstauchgängen verbrachten wir auch Zeit im Büro, um einen Bericht über künstliche Riffe zu verfassen.

Masbat Bay Conservation II –Wochenrückblick 3. Woche

Die dritte Woche begann mit einem Ausflug nach Ras Abu Galum. Dieser Tauchspot ist nur über eine Kamelroute erreichbar, so dass wir nach kurzer Autofahrt unser Tauchgepäck auf Kamele umsattelten. Nach 1,5 stündigen Ritt erreichten wir das Beduinendorf und genossen zwei wunderbare Tauchgänge. Der Heimweg erfolgte wieder auf dem Rücken der Kamele. Am nächsten Tag stand ein Nachttauchgang auf dem Plan, bei dem wir die nächtliche Flora und Fauna erkundeten. Das Highlight waren jagende Rotfeuerfische, eine große Seefeder sowie eine spanische Tänzerin.
Zur Abwechslung zu den täglichen Untersuchungstauchgängen unternahmen wir einen Ausflug in das Naturschutzgebiet Nabq. In den Wadis (trockengefallene Flußbetten) lernten wir einiges über das Leben in der Wüste und erkundeten die Mangrovenwälder. Während eines Schnorchelgangs beobachteten wir viele Mangrovenquallen und juvenile Fische.
Vom Strand aus konnte das Wrack der Maria Schröder bestaunt werden, welches dort 1956 auf Grund gelaufen ist.

Masbat Bay Conservation II –Wochenrückblick 4. Woche

Unsere vierte Woche in Dahab bescherte uns ein besonderes Erlebnis. Nachdem der Sonntag sonnig wie immer gestartet war, zog gegen Mittag eine schwarze Wolkenbank über den Bergen auf. Bald darauf begann es nicht nur zu regnen wie aus Eimern, sondern es fielen sogar Hagelkörner. Nach einer halben Stunde war der Spuk vorbei und Dahab versank im Chaos. Sämtliche Häuser waren vollgelaufen und jede Menge Matsch und Müll war aus den Wadis in die Bucht gespült worden. In den nächsten Tagen mussten wir die Surveys für das Projekt ausfallen lassen, da sich die Sicht in der Bucht auf ca einen Meter beschränkte. Nach ein paar Tagen war der Schlamm glücklicherweise zum größten Teil von der Strömung weggeschwemmt worden und Tauchgänge waren wieder möglich. Allerdings mussten wir feststellen, dass einige der Korallen in bestimmten Bereichen der Bucht das Unwetter nicht überlebt hatten. Trotz dieses Unglücks führten wir das Projekt weiter durch und untersuchten bei unseren Tauchgängen Substrate und Fischbestände der Masbat Bay. Diejenigen von uns, die nicht durch Ohrenschmerzen vom Tauchen abgehalten wurden unternahmen einen Ausflug zu den Islands und zum Eel Garden. Von beiden Tauchplätzen waren wir restlos begeistert und nahmen uns vor, sie noch einmal zu besuchen. Neben den Tauchgängen war auch noch einiges an Büroarbeit zu erledingen. So arbeiteten wir an unserem Nabq field-guide und werteten die Daten unserer Untersuchungen in der Bucht aus.

Masbat Bay Conservation II –Wochenrückblick 5. Woche

Zu Beginn der fünften Woche beendeten wir die Untersuchungen in der Masbat Bay. Wir hatten sämtliche Bereiche der Bucht untersucht und konnten uns an die Auswertung der Daten machen. Außerdem hatten wir die tolle Gelegenheit, an einem Fluoreszenz-Nachttauchgang teilzunehmen. Hierbei mussten wir spezielle Aufsätze auf unseren Tauchmasken tragen, die das Licht filterten. Statt normaler Lampen nahmen wir Blaulicht-Lampen mit ins Wasser. Die tiefblaue Strahlung wird von den fluoreszierenden Organismen in einer anderen Wellenlänge zurückgeworfen, so dass sie in verschiedenen Farben leuchten. So konnten wir unter Wasser rot, grün und orange leuchtende Fische, Krebse und Korallen bestaunen. Natürlich war es zu Beginn etwas ungewohnt, durch die speziellen Lichtfilter auf unseren Masken fast blind zu tauchen, doch gewöhnte man sich sehr schnell daran und konnte das besondere Schauspiel der fluoreszierenden Organismen bewundern.

Den besonderen Abschluss des Masbat Bay Conservation Projekts bildete am letzten Tag ein Bootsausflug nach El Shugarat und Gabr el Bint. Während drei Tauchgängen konnten wir die wunderschönen Korallen dort bewundern und entdeckten sogar einen großen Schwarm Milchfische. Abgesehen von einigen Daten, die noch bearbeitet und ausgewertet werden müssen, ist das Projekt damit beendet. Wir alle hatten großen Spaß dabei, konnten unsere Tauchfertigkeiten verbessern und haben eine Menge über die Bewohner des Roten Meeres gelernt. Die letzten fünf Wochen waren uns für uns alle ein unvergessliches Erlebnis und der ein oder andere wird bestimmt noch ein paarmal hierher zurückkommen.


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BeitragVerfasst: 17 Dez 2012 22:57 
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Danke für den netten Bericht! 8) Ehrlich gesagt... was haben wir denn hier in unseren Beiten? Nur Regen, jeden Tag grauen Himmel, düstere Stimmung... Zum Glück werden in nicht einmal einer Woche die Tage schon wieder länger :D

_________________
Die ... Begeisterung, die wir beim Betrachten der Natur empfinden, ist eine Erinnerung an die Zeit, da wir Tiere, Bäume, Blumen und Erde waren ... das Wissen um unser Einssein mit allem, was die Zeit vor uns verborgen hält. Leo N. Tolstoi


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BeitragVerfasst: 20 Dez 2012 15:28 
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Registriert: 12 Dez 2012 15:08
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Ja, das Leben lässt sich schon ganz gut aushalten hier. Viel Sonne und das Meer vor der Haustür. Was will man mehr...
Hier sind ein paar Bilder unserer Survey-dives:


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BeitragVerfasst: 20 Dez 2012 16:01 
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Und noch ein paar Bilder:


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