Das Forum für Freunde der Meere und Freunde der Natur

Willkommen im Forum für Freunde der Meere und Freunde der Natur!

Dieses Forum hat gewissermaßen historische Wurzeln: Es diente bereits ab 2003 als Informationsplattform des Vereins forum natur & zukunft (fnz), einer der Vorgängerorganisationen von MareMundi, die es heute in der alten Form nicht mehr gibt. Ebenso war es die Plattform des Red Sea Environmental Center (RSEC), einer im Jahr 2003 gegründeten privaten Institution für Wissenschaft, Ausbildung und Umweltschutz am Roten Meer (Dahab, Sinai). "Ob groß (Wal) oder klein (Bakterium), ob Pflanze oder Tier, ob Forschung, Naturschutz, Tauchen oder Berichte über spannende Naturreisen, in diesem Forum können Sie nicht nur viel Interessantes über Natur & Naturschutz und die Meere erfahren, sondern auch Ihre Fragen dazu von Experten beantwortet bekommen“, hieß es damals in der Begrüßung des Forums. Seit vielen Jahren sind die Aktivitäten dieser Forschungs- und Naturschutzinstitutionen unter dem Dach des gemeinnützigen Vereins MareMundi vereint: MareMundi - Verein zur Förderung der Meereswissenschaften (ZVR 051890525, mare-mundi.eu). Die Meeresschutzorganisation betreibt unter dem Namen Schule am Meer eine Feldstation für Meeresbiologie, Meeresschutz und Ausbildung auf der kroatischen Insel Krk. MareMundi verfolgt drei große Ziele: Schutz ökologisch wertvoller Lebensräume, allgemein zugängliche Bildung in Fragen der Ökologie und Nachhaltigkeit sowie Forschung (Problemanalysen und Lösungsansätze). Wir haben es selbst in der Hand. Nur zusammen können wir die Zukunft gestalten. Und so laden wir Sie ein: Denken Sie mit, diskutieren Sie mit, werden Sie Teil der Problemlösung!
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 Betreff des Beitrags: Kanaren: Erdölsuche
BeitragVerfasst: 02 Jun 2014 17:08 
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Erdölsuche: Umweltministerium erlaubt Probebohrungen vor Kanaren

Biologen und Umweltschützer schlagen Alarm: Das Umweltministerium in Spanien gestattet einem Konzern Bohrungen nach Erdöl, 60 Kilometer vor den Ferieninseln Fuerteventura und Lanzarote.

:arrow: http://www.spiegel.de/wissenschaft/natu ... 72483.html

Bild
Bedrohte Schönheit: Vor der Küste Lanzarotes dürfen Konzerne bald in die Tiefe bohren - zunächst aber nur Proben nehmen
Corbis


Madrid - Das spanische Umweltministerium hat grünes Licht für umstrittene Probebohrungen nach Erdöl bei den Kanarischen Inseln gegeben. Es erließ allerdings eine Reihe von Auflagen. Die Bohrungen sollten von einem Schiff aus 60 Kilometer vor der Küste der Ferieninseln Fuerteventura und Lanzarote vorgenommen werden, heißt es in einem am Donnerstag veröffentlichten Gutachten.

Es dürften dabei aus dem Meeresgrund nur Proben entnommen werden, die auf mögliche Erdölvorkommen untersucht werden sollen. In keinem Fall dürfe bei den Bohrungen Erdöl gefördert werden. Das Ministerium verlangte außerdem, dass strikte Vorkehrungen zum Schutz der Umwelt getroffen werden.
Auf den Kanaren sind die Regierung und das Parlament der Inselgruppe sowie die Tourismusbranche strikt gegen das Vorhaben. Die Inselverwaltung von Fuerteventura hatte vor dem Obersten Gerichtshof gegen das Vorhaben geklagt. Nach Informationen des Klägers wird die Entscheidung des Gerichts in den kommenden Wochen erwartet.

Seit 1993 zählt Lanzarote mit Teilen seiner Gewässer zu den Biosphärenreservaten der Erde. Schon die Probebohrungen könnten negative Auswirkungen auf die Fauna der Insel und ihrer Gewässer haben.
Die Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur Unesco warnt vor den geplanten Bohrungen im Hinblick auf einen möglichen Unfall: Die Auswirkungen einer Ölverschmutzung würden sich negativ auf die Artenvielfalt der Insel auswirken, warnt die Unesco. Der von den Bohrplattformen verursachte Lärm werde wahrscheinlich dazu führen, dass Delfine und Wale die Gegend meiden.

Auch Fischschwärme könnten in andere Gewässer ziehen. Der Kabeljaufang zum Beispiel verringere sich um bis zu 70 Prozent in Zonen mit Ölförderplattformen, heißt es in der Studie.

Der Hamburger Zoologe Horst Wilkens, der die Ökologie Lanzarotes seit vielen Jahren untersucht, warnte in einem Schreiben ebenfalls davor, die Artenvielfalt Lanzarotes durch Ölförderung leichtfertig aufs Spiel zu setzen. "Ölförderung zwischen Lanzarote und der afrikanischen Küste birgt Gefahren für das hier vorhandene einzigartige Ökosystem. Das potentielle Risiko einer Ölverschmutzung ist nicht nur von nationaler Bedeutung. Die Auswirkung auf Zugvögel macht es zu einer internationalen Bedrohung."

nik/dpa

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