Das Forum für Freunde der Meere und Freunde der Natur

Willkommen im Forum für Freunde der Meere und Freunde der Natur!

Dieses Forum hat gewissermaßen historische Wurzeln: Es diente bereits ab 2003 als Informationsplattform des Vereins forum natur & zukunft (fnz), einer der Vorgängerorganisationen von MareMundi, die es heute in der alten Form nicht mehr gibt. Ebenso war es die Plattform des Red Sea Environmental Center (RSEC), einer im Jahr 2003 gegründeten privaten Institution für Wissenschaft, Ausbildung und Umweltschutz am Roten Meer (Dahab, Sinai). "Ob groß (Wal) oder klein (Bakterium), ob Pflanze oder Tier, ob Forschung, Naturschutz, Tauchen oder Berichte über spannende Naturreisen, in diesem Forum können Sie nicht nur viel Interessantes über Natur & Naturschutz und die Meere erfahren, sondern auch Ihre Fragen dazu von Experten beantwortet bekommen“, hieß es damals in der Begrüßung des Forums. Seit vielen Jahren sind die Aktivitäten dieser Forschungs- und Naturschutzinstitutionen unter dem Dach des gemeinnützigen Vereins MareMundi vereint: MareMundi - Verein zur Förderung der Meereswissenschaften (ZVR 051890525, mare-mundi.eu). Die Meeresschutzorganisation betreibt unter dem Namen Schule am Meer eine Feldstation für Meeresbiologie, Meeresschutz und Ausbildung auf der kroatischen Insel Krk. MareMundi verfolgt drei große Ziele: Schutz ökologisch wertvoller Lebensräume, allgemein zugängliche Bildung in Fragen der Ökologie und Nachhaltigkeit sowie Forschung (Problemanalysen und Lösungsansätze). Wir haben es selbst in der Hand. Nur zusammen können wir die Zukunft gestalten. Und so laden wir Sie ein: Denken Sie mit, diskutieren Sie mit, werden Sie Teil der Problemlösung!
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BeitragVerfasst: 05 Sep 2012 10:45 
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Wichtige mediterrane Arten/Lebensräume als Mittelmeer-Bausteine:
Neptunschleier (marine Bryozoan)
Sertella septentrionalis


:arrow: Baustein-Nummer: 11
:arrow: Wert: 1000 €
:arrow: Sponsor, Unterstützer: Soroptimist International - Club Lungau/Tamsweg

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:arrow: Alle Informationen zum mare-mundi Mittelmeer Baustein-Projekt und wie Sie einen Baustein erwerben können direkt auf der Webseite von mare-mundi http://www.mare-mundi.eu

W I R - S C H Ü T Z E N - D A S - M I T T E L M E E R. H E L F E N - S I E - M I T ! http://www.mare-mundi.eu
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:arrow: Ihre Navigationshilfe bei der Suche nach dem gewünschten Baustein: Die Mittelmeer-Bausteine mit den dazugehörigen Arten/Lebensräumen können Sie nach folgenden Kriterien sortiert betrachten und aussuchen:

systematisch (nach der biologischen Zugehörigkeit) viewtopic.php?f=60&t=4952&p=15793#p15793
alphabetisch (bei manchen Arten nur wissenschaftliche Namen vorhanden) viewtopic.php?f=60&t=4953
• nach der Nummerierung der Bausteine im virtuellen Mittelmeer viewtopic.php?f=60&t=4954
• nach dem Wert der Bausteine viewtopic.php?f=60&t=4955
• die 10 ausgewählten Lebensräume gesondert viewtopic.php?f=60&t=4956
allgemeine Einführung zur Biodiversität des Mittelmeeres viewtopic.php?f=60&t=4951&p=15792#p15792
Übersicht der bereits vergebenen Mittelmeer-Bausteine viewtopic.php?f=60&t=4957
Sie nützen dem Mittelmeer, doch was nützt Ihnen dieser Baustein? http://www.mare-mundi.eu/index.php?opti ... &Itemid=65
• alle Themen und umfassendere Beschreibungen der Arten (im Forum) viewforum.php?f=60

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Neptunschleier (marine Bryozoan)

Baustein 11

:arrow: Ihre Wahl: Sie haben sich für wunderschöne, sesshafte, Koloniebildende Organismen entschieden, die viele Menschen mit Korallen verwechseln. Tatsächlich ist ihre äußere Form (Habitus) bei vielen Arten Korallen nicht unähnlich. Gerade der Neptunschleier gehört zu den schönsten Moostierchen im Mittelmeer. Doch wenn man den Bau und die Anatomie der Moostierchen genauer unter die Lupe nimmt, merkt man schnell, dass diese Tiere wesentlich komplexer gebaut sind als die zu den Nesseltieren zählenden Korallen. Sie stehen im zoologischen System auch sehr viel "höher" als die Korallen.
Moostierchen bilden mit vielen anderen Aufwuchsorganismen den "Schmuck" von Felsgründen, Steilwänden, Überhängen und Höhlen. Viele Menschen, die nicht tauchen, würden es nicht für möglich halten, wie großartig solche Lebensräume im Mittelmeer bewachsen sein können. Ihre Schönheit steht jenen der tropischen Korallenriffe oft kaum nach. Diese von Moostierchen mitgeprägten Lebensräume sind jene, die von Tauchern im Mittelmeer am meisten geschätzt werden.

:arrow: Beschreibung der Moostierchen: Die Bryozoa, wie sie wissenschaftlich genannt werden, sind vielzellige Tiere, die im Wasser leben. Aufgrund ihrer mikroskopischen Größe sind Einzeltiere schwer auszumachen, ausgedehntere Kolonien sind aber leicht als flächige Struktur, zum Beispiel auf angeschwemmtem Seetang, zu erkennen. Moostierchen gehören systematisch zu den Lophotrochozoen, also einer Großgruppe der Urmünder (Protostomia). Ihr genaues Verwandtschaftsverhältnis zu anderen Lophotrochozoa-Stämmen ist zurzeit unklar. Weder die häufig vermutete Beziehung zu den Kelchwürmern (Entoprocta), noch zu den Hufeisenwürmern (Phoronida) und Armfüßern (Brachiopoda) konnte durch molekulargenetische Testmethoden bestätigt werden. In älteren Lehrbüchern findet man sie aber oft mit den Phoronida und Brachiopoda zum Stamm der Tentaculata vereinigt.
Moostierchen bilden meist Kolonien (Zoarium) aus mehreren Einzeltieren (Zooiden). Das einzelne Zooid besteht aus einem Weichkörper und einer schützenden Schale, dem es umgebenden, extrazooidalem, Skelett (Zooecium). Der Weichkörper besteht aus dem Polypid (= Vorderkörper; frei bewegliche Teile) und dem Cystid (= Hinterkörper; in den das Polypid mittels Rückziehmuskeln komplett eingezogen werden kann). Das Polypid wird aus dem Cystid gebildet. Das Verdauungssystem ist in Mund, Mitteldarm, Enddarm und After gliedert. Der After ist dabei nicht endständig, sondern kommt durch den U-förmigen Darm in der Nähe des Mundes außerhalb des Tentakelkranzes (Lophophor genannt) zu liegen. Den Mund umgeben Tentakel, die auf einem kreisförmigen oder zweiteiligen Lophophor sitzen. Die Darmkanäle der Einzeltiere stehen nicht wie bei den Nesseltierkolonien miteinander in Verbindung.
Innerhalb der Kolonien kommt es zu Arbeitsteilungen. Stark rückgebildete Tiere bilden Stielglieder, Ranken oder Wurzelfäden. Andere Einzeltiere bilden Geschlechtszellen, wieder andere werden zu Ammentieren oder zu vogelkopfähnlichen Avicularien oder Vibrakularien, die das Festsetzen von Fremdorganismen auf der Kolonie verhindern. Bei den spezialisierten Tieren der Kolonie sind sowohl die Tentakelkrone als auch meist der Darm zurückgebildet.

:arrow: Fortpflanzung und Entwicklung der Moostierchen: Die Tiere können sich geschlechtlich oder ungeschlechtlich fortpflanzen. Aus der geschlechtlichen Fortpflanzung gehen zwei verschiedene Typen von Larven hervor: Die als Cyphonaut bezeichnete planktotrophe Larve stellt die "primitive" Form dar. Sie ernährt sich über Wochen oder sogar Monate hinweg von Nahrungspartikeln im Plankton. Die lecitothrophe Larve setzt sich schon nach einigen Stunden mit der Ventralfläche fest. Durch Metamorphose entsteht Ancestrula, die ersten 1-6 Zooide einer neuen Kolonie. Darauf folgt dann die ungeschlechtliche Fortpflanzung, durch welche die Kolonie weiter wächst.
Die ungeschlechtliche Fortpflanzung geschieht durch Knospen, ähnlich wie bei einer Pflanze, die bei den Süßwasserarten als Statoblasten bezeichnet werden. Dadurch können große Kolonien entstehen. Die durch ungeschlechtliche Fortpflanzung entstandenen Zooide innerhalb einer Kolonie sind folglich Klone, genetisch identische Nachkommenschaft der Ursprungs-Larve.
Süßwassermoostierchen

:arrow: Umfang und Bedeutung: Derzeit sind ca. 5.600 rezente und 16.000 fossile Arten von Moostierchen in Süß- und Salzwasser beschrieben. Die Süßwassermoostierchen (Phylactolaemata) umfassen alle limnischen Arten. In der Geologie haben sie aufgrund der weiten Verbreitung seit dem Ordovizium (Cyclostomata und Ctenostomata) eine hohe Bedeutung als Leitfossilien und für stratigraphische Bestimmungen.
Über 125 Arten verursachen durch starkes Wachstum Schäden bzw. Unterhaltungskosten an Schiffen, Hafenanlagen und wasserwirtschaftlichen Anlagen (z. T. auch im Süßwasser).
Andererseits produzieren Bryozoen chemische Wirkstoffe, die hinsichtlich ihrer Wirkung Gegenstand medizinischer Forschung sind, darunter das mögliche Antikrebsmittel Bryostatin 1.

Wichtige Links:

Zur Philosophie der mare-mundi Mittelmeer-Bausteine
Moostierchen (Bryozoa). Die große Organisation in Richtung des kleinsten Raumes http://www.senckenberg.de/root/index.php?page_id=1429
http://de.wikipedia.org/wiki/Moostierchen
Recent and Fossil Bryozoa, International Bryozoology Association (IBA) (Site recently moved to http://bryozoa.net/iba.html) http://bryozoa.net/
International Bryozoology Association http://bryozoa.net/iba//
Introduction to the Bryozoa, University of California Museum of Paleontology - Introduction to the Bryozoa http://www.ucmp.berkeley.edu/bryozoa/bryozoa.html


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