Das Forum für Freunde der Meere und Freunde der Natur

Willkommen im Forum für Freunde der Meere und Freunde der Natur!

Dieses Forum hat gewissermaßen historische Wurzeln: Es diente bereits ab 2003 als Informationsplattform des Vereins forum natur & zukunft (fnz), einer der Vorgängerorganisationen von MareMundi, die es heute in der alten Form nicht mehr gibt. Ebenso war es die Plattform des Red Sea Environmental Center (RSEC), einer im Jahr 2003 gegründeten privaten Institution für Wissenschaft, Ausbildung und Umweltschutz am Roten Meer (Dahab, Sinai). "Ob groß (Wal) oder klein (Bakterium), ob Pflanze oder Tier, ob Forschung, Naturschutz, Tauchen oder Berichte über spannende Naturreisen, in diesem Forum können Sie nicht nur viel Interessantes über Natur & Naturschutz und die Meere erfahren, sondern auch Ihre Fragen dazu von Experten beantwortet bekommen“, hieß es damals in der Begrüßung des Forums. Seit vielen Jahren sind die Aktivitäten dieser Forschungs- und Naturschutzinstitutionen unter dem Dach des gemeinnützigen Vereins MareMundi vereint: MareMundi - Verein zur Förderung der Meereswissenschaften (ZVR 051890525, mare-mundi.eu). Die Meeresschutzorganisation betreibt unter dem Namen Schule am Meer eine Feldstation für Meeresbiologie, Meeresschutz und Ausbildung auf der kroatischen Insel Krk. MareMundi verfolgt drei große Ziele: Schutz ökologisch wertvoller Lebensräume, allgemein zugängliche Bildung in Fragen der Ökologie und Nachhaltigkeit sowie Forschung (Problemanalysen und Lösungsansätze). Wir haben es selbst in der Hand. Nur zusammen können wir die Zukunft gestalten. Und so laden wir Sie ein: Denken Sie mit, diskutieren Sie mit, werden Sie Teil der Problemlösung!
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BeitragVerfasst: 15 Jul 2015 11:54 
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Wädenswil, 15.7.2015: SPAR Norwegen – Teil der internationalen Kaufhauskette SPAR – ist einer der wichtigsten Wegbereiter und Unterstützer von Norwegens Walfangindustrie. Fleischprodukte aus geschützten Zwergwalen, die in norwegischen Gewässern gejagt wurden, finden sich im Sortiment von SPAR-Märkten in Norwegen, ebenso wie in anderen Geschäften der Muttergesellschaft NorgesGruppen.

Aktuell gibt es in Norwegen 267 SPAR- und EuroSPAR-Märkte und Erhebungen in diesem Sommer fanden eine Vielzahl an Walprodukten in den Verkaufsregalen.

Heute veröffentlicht eine internationale Koalition aus Umwelt- und Artenschutzgruppen – Animal Welfare Institute, Environmental Investigation Agency, Carbon Fix Foundation, OceanCare, Pro Wildlife and Robin Des Bois – den Bericht Convenience Kills, in dem die Walfleischverkäufe des Unternehmens aufgezeigt werden.

Die sechs Organisationen fordern SPAR Norwegen auf, diesen Handel zu stoppen. Und sie wenden sich mit einer Kampagne auch an die SPAR-Kunden, ihren Protest direkt an die SPAR-Geschäftsführung in Norwegen, die Zentrale von SPAR International in den Niederlanden und weltweit an die regionalen SPAR-Ketten zu schicken.

“SPAR betreibt 170 Supermärkte und 10 Cash & Carry Grosshandel Unternehmen in der Schweiz. Um ein positives Image zu erhalten, sollte SPAR Schweiz Druck auf SPAR International ausüben, damit SPAR Norwegen den Verkauf von Walfleisch in jeder Form einstellt“, sagt Sigrid Lüber, Präsidentin von OceanCare.

„Ohne die brutalen Aktivitäten einiger weniger Staaten wäre die Jagd auf Grosswale schon dort, wo sie hingehört: in den Geschichtsbüchern“, sagt Clare Perry, Kampagnenleiterin von EIA. „SPAR-Geschäfte gehören in vielen Ländern zum Ortsbild. Ein verantwortungsvolles Unternehmen mit so einem internationalen Profil muss sicherstellen, dass seine Geschäftspolitik nicht direkt eine Industrie unterstützt, die durch Grausamkeit und Ausbeutung geschützter Arten geprägt ist.“

Susan Millward, Geschäftsführerin des Animal Welfare Institute, verweist auf eine Meinungsumfrage, die 2014 in UK und Deutschland durchgeführt wurde: „80 Prozent der Befragten würden keinen Fisch von Unternehmen kaufen, die mit dem Walfang verbunden sind. Bei SPAR sollten die Alarmglocken schrillen, dass die grosse Mehrheit ihres Kundenstocks ihre Konsumentenentscheidung nicht mit dem Blut der Wale beflecken will.“

In den vergangenen Jahren hat Norwegen seine Waljagd stark ausgeweitet und die eigenmächtigen Fangquoten von 549 Walen im Jahr 2001 auf aktuell 1286 Wale erhöht. Die laufende Zwergwal-Jagdsaison wurde am 1. April 2015 eröffnet und bis zum 6. Juli wurden bereits 534 Wale getötet.

Norwegen kann der Waljagd unbehelligt nachgehen, da das Land Vorbehalte gegen das weltweite Moratorium für kommerziellen Walfang sowie gegen das internationale Verbot des Handels mit Zwergwalen eingelegt hat – auch wenn die Quoten nicht von der Internationalen Walfangkommission (IWC) gebilligt werden. Im Jahr 2014 tötete Norwegen mehr Wale als Island und Japan zusammen.

Die norwegische Regierung und private Akteure haben Marketing-Kampagnen entwickelt, um den heimischen Walfleischabsatz anzukurbeln. Und SPAR Norwegen, der viertgrösste Nahrungsmittelhändler des Landes, fungiert hierbei als Speerspitze.

Walfleisch ist in einem grossen Teil des norwegischen SPAR- und EuroSPAR-Netzes erhältlich. Die Umweltschützer dokumentierten Walfleischverkäufe in verschiedenen Filialen, wobei die Preise von NOK 64,90/kg (€ 7,35/kg) für Walfleisch-„Strips“ über NOK 89,90/kg (€ 10,18/kg) für abgepacktes Walfilet bis zu NOK 99/kg (€ 11,21/kg) für frisches Walfleisch an der Fleischtheke reichten.

Im Jahr 2005 dokumentierten Environmental Investigation Agency und andere in einer verdeckten Aktion die Harpunierung eines Zwergwals durch ein norwegisches Walfangschiff. Die letzte wahrnehmbare Bewegung des Wals wurde 14 Minuten und 30 Sekunden nach dem Harpunentreffer festgestellt. Auch die offiziellen Daten der norwegischen Regierung zeigen, dass zumindest jeder fünfte Wal so einen langen und qualvollen Todeskampf erleidet.



Hinweise

Den Bericht Convenience Kills finden sie unter https://assets.oceancare.org/downloads/ ... de_low.pdf. Die NGO-Koalition forderte SPAR International am 29.6.2015 schriftlich auf, dafür Sorge zu tragen, dass SPAR Norwegen aus dem Walfleischhandel aussteigt.

OceanCare setzt sich seit 1989 weltweit für die Meeressäuger und Ozeane ein. Mit Forschungs- und Schutzprojekten, Umweltbildungskampagnen sowie intensivem Einsatz in internationalen Gremien unternimmt die Organisation konkrete Schritte zur Verbesserung der Lebensbedingungen in den Weltmeeren. Seit Juli 2011 ist OceanCare von den Vereinten Nationen als Sonderberaterin für den Meeresschutz anerkannt. www.oceancare.org

Pro Wildlife ist eine gemeinnützige Organisation, die sich global für den Schutz von Wildtieren und ihrer Lebensräume einsetzt. Weltweit unterstützt Pro Wildlife Artenschutzprojekte vor Ort und leistet Aufklärungsarbeit, um Wildtierhandel und Wilderei einzudämmen. Pro Wildlife nimmt an Konferenzen wie der Internationalen Walfangkommission (IWC) und dem Washingtoner Artenschutzübereinkommen (WA, engl. CITES), um den Schutzstatus von Wildtieren weltweit zu verbessern. www.prowildlife.de

Die Environmental Investigation Agency (EIA) mit Sitzen in UK und USA ist eine NGO, die auf die Aufdeckung von und Kampagnen gegen verschiedene Formen von Umweltkriminalität spezialisiert ist. Dazu zählen illegaler Handel mit Wildtieren, illegale Entwaldung, Giftmüll u.a. http://eia-international.org

Das Animal Welfare Institute mit Sitz in Washington DC wurde 1951 gegründet und widmet sich der Verringerung von Tierleid. AWI strebt eine bessere Behandlung der Tiere in allen Bereichen an. www.awionline.org

Die Carbon Fix Foundation ist eine in 14 Staaten tätige Organisation, die auf die gravierenden Folgen des anthropogenen Klimawandels auf die Biodiversität und die Ökosysteme aufmerksam macht. www.carbonfix.it

Robin Des Bois ist eine NGO für den Schutz von Mensch und Umwelt. Sie vernetzt Menschen und Körperschaften, die zu den Schutzbemühungen beitragen wollen, u.a. zum Schutz gefährdeter Arten, zur Bewahrung natürlicher Habitate und zum gerechten Management natürlicher Ressourcen. www.robindesbois.org


--

Medienkontakt:

Sigrid Lüber, Präsidentin OceanCare
T: +41 (0)44 780 66 88
M: +41 (0)79 475 26 87
slueber@oceancare.org

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Die ... Begeisterung, die wir beim Betrachten der Natur empfinden, ist eine Erinnerung an die Zeit, da wir Tiere, Bäume, Blumen und Erde waren ... das Wissen um unser Einssein mit allem, was die Zeit vor uns verborgen hält. Leo N. Tolstoi


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