Das Forum für Freunde der Meere und Freunde der Natur

Willkommen im Forum für Freunde der Meere und Freunde der Natur!

Dieses Forum hat gewissermaßen historische Wurzeln: Es diente bereits ab 2003 als Informationsplattform des Vereins forum natur & zukunft (fnz), einer der Vorgängerorganisationen von MareMundi, die es heute in der alten Form nicht mehr gibt. Ebenso war es die Plattform des Red Sea Environmental Center (RSEC), einer im Jahr 2003 gegründeten privaten Institution für Wissenschaft, Ausbildung und Umweltschutz am Roten Meer (Dahab, Sinai). "Ob groß (Wal) oder klein (Bakterium), ob Pflanze oder Tier, ob Forschung, Naturschutz, Tauchen oder Berichte über spannende Naturreisen, in diesem Forum können Sie nicht nur viel Interessantes über Natur & Naturschutz und die Meere erfahren, sondern auch Ihre Fragen dazu von Experten beantwortet bekommen“, hieß es damals in der Begrüßung des Forums. Seit vielen Jahren sind die Aktivitäten dieser Forschungs- und Naturschutzinstitutionen unter dem Dach des gemeinnützigen Vereins MareMundi vereint: MareMundi - Verein zur Förderung der Meereswissenschaften (ZVR 051890525, mare-mundi.eu). Die Meeresschutzorganisation betreibt unter dem Namen Schule am Meer eine Feldstation für Meeresbiologie, Meeresschutz und Ausbildung auf der kroatischen Insel Krk. MareMundi verfolgt drei große Ziele: Schutz ökologisch wertvoller Lebensräume, allgemein zugängliche Bildung in Fragen der Ökologie und Nachhaltigkeit sowie Forschung (Problemanalysen und Lösungsansätze). Wir haben es selbst in der Hand. Nur zusammen können wir die Zukunft gestalten. Und so laden wir Sie ein: Denken Sie mit, diskutieren Sie mit, werden Sie Teil der Problemlösung!
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 Betreff des Beitrags: Schonzeit für Europas Walfänger?
BeitragVerfasst: 08 Sep 2014 18:27 
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Schonzeit für Europas Walfänger?

Vom 15. bis 18. September 2014 tagt in Portoroz, Slowenien, die 65. Tagung der Internationalen Walfangkommission https://www.prowildlife.de/IWC (IWC), die Vorverhandlungen beginnen bereits am 11. September. Artenschutzverbände drängen darauf, dass der Schutz der Wale nicht weiter aufgeweicht wird. Dafür setzt sich Sigrid Lüber, Vertreterin von OceanCare – der einzigen Schweizer Nichtregierungsorganisation mit Beobachterstatus an der IWC – ein. OceanCare und ihre deutsche Partnerorganisation Pro Wildlife kritisieren, dass an der IWC weder Norwegens noch Islands Walfang auf der Agenda stehen. Positiv bewerten die Organisationen, dass die IWC nach dem Urteil des Internationalen Gerichtshofes zumindest Japans „Wissenschaftswalfang“ stark einschränken soll.

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Portoroz/München/Wädenswil, 8. September 2014. "Während die Welt mit dem Finger auf Japan zeigt, wird gern vergessen, dass der Walfang in Europa immer weiter eskaliert", sagt die Biologin Dr. Sandra Altherr, die für Pro Wildlife an der IWC-Tagung teilnehmen wird: "Island jagt immer mehr bedrohte Finnwale und exportiert das Fleisch nach Japan, Norwegen vermeldet Rekordzahlen an getöteten Zwergwalen und auf den dänischen Färöer-Inseln werden hunderte Grindwale und Delphine jährlich mit Messern grausam getötet – all das kommt auf der offiziellen Tagesordnung der IWC gar nicht vor".

Islands kommerzieller Walfang
Seit 2003 betreibt Island wieder Walfang und exportierte seither 5.000 Tonnen Walfleisch nach Japan. Dies untergräbt das kommerzielle Walfangmoratorium und das internationale Handelsverbot. Für die Jahre 2014-2018 hat Island seine Fangquote eigenmächtig erhöht, auf 154 Finn- und 229 Zwergwale jährlich. „Die Chance auf eine IWC-Resolution gegen Island ist für das anstehende Treffen vertan – damit versäumt die IWC es seit elf Jahren, zu Islands Waljagd Stellung zu beziehen“, so Sigrid Lüber, Präsidentin von OceanCare. OceanCare, Pro Wildlife und 27 europäische Verbände drängen nun auf eine Demarche der EU gegen Island. >> Mehr Informationen zu Islands Walfang :arrow: https://www.prowildlife.de/sites/defaul ... Island.pdf

Grönlands Piratenwalfang
Seit 2013 jagt Grönland Wale ohne Genehmigung der IWC – und betreibt damit Piratenwalfang :arrow: https://www.prowildlife.de/PM_Groenland ... uoten_2013 . 2012 entzog die IWC Grönland die Fangquote, weil das zur Selbstversorgung der Bevölkerung genehmigte Walfleisch teils an Touristen verkauft wurde. „Mutterland Dänemark drohte 2013 mit dem IWC-Austritt und erzwang somit eine Wende der EU. Diese unterstützt nun nicht nur die höheren Quotenwünsche von 2012, sondern will auch noch die strikten Auflagen für den Ureinwohner-Walfang verwässern“, betont die Pro Wildlife Sprecherin. >> Mehr Informationen zum Ureinwohner-Walfang :arrow: https://www.prowildlife.de/sites/defaul ... wohner.pdf

Norwegens Walfang
2014 hat Norwegen 729 Zwergwale getötet – so viele wie seit 15 Jahren nicht mehr. Zuvor hatte die Regierung in Oslo die Auflagen für den Walfang gelockert und angekündigt, dass sie den Export von Walfleisch nach Japan wieder ankurbeln möchte. >> Mehr Informationen zu Norwegens Walfang :arrow: https://www.prowildlife.de/sites/defaul ... rwegen.pdf

Japan will den Wissenschaftswalfang fortsetzen…
Am 30. März 2014 verbot der Internationale Gerichtshof in Den Haag Japan, seinen „Wissenschaftswalfang“ in der Antarktis fortzuführen. Zu viele Tiere seien getötet worden, und das ohne nennenswerte Forschungsergebnisse. Nun hat Japan angekündigt, sein Wissenschaftsprogramm zu modifizieren, um weiter Wale in der Antarktis jagen zu dürfen. Eine Resolution Neuseelands für die diesjährige IWC-Tagung fordert hingegen, die IWC-Auflagen für Wissenschaftswalfang zu verschärfen. >> Mehr Informationen zu Japans Walfang :arrow: https://www.prowildlife.de/sites/defaul ... _Japan.pdf

Japans Stimmenkauf für den Walfang
Seit Mitte der 90er Jahre betreibt Japan Stimmenkauf mittels Fischereibeihilfen, die an die Bedingung geknüpft sind, an der IWC im Sinne Japans Interessen zu stimmen. Im Fokus dieser „Wirtschaftshilfen“ aus Tokio stehen Entwicklungsländer und kleine Inselstaaten. Dieser Praxis begegnete die IWC 2001 mit einer Resolution für mehr Transparenz und doppelte 2011 mit der Regelung nach, dass die IWC Gebühren der Mitgliedstaaten nur noch akzeptiert, wenn sie von einem Regierungskonto des jeweiligen Mitgliedlandes kommen. Zahlungen per Bargeld oder Kreditkarten werden nicht mehr angenommen. „Japans Scheckbuch-Diplomatie geht aber auch 2014 ungebremst weiter“, sagt Sigrid Lüber von OceanCare. „Erst im Juni erhielt Dominika erneut 1 Million US Dollar. Diesem Geldgeschenk folgte unverzüglich die öffentliche Solidaritätsbekundung des Inselstaats mit Japan“.

Kein Schutz für Delphine
Delphine und Kleinwale stehen bislang nicht unter dem Schutz der IWC. Die grausame Delphinjagd in Japan veranlasste Politiker und Diplomaten mehrerer Länder im Frühjahr 2014, einen besseren Schutz für Delphine und Kleinwale zu fordern. Auch die Kleinwaljagd auf den dänischen Färöer-Inseln löst immer wieder internationale Empörung aus. Dennoch fand ein Resolutionsentwurf Deutschlands gegen die Delphinjagd bereits im Vorfeld der IWC keine Unterstützung.

OceanCare
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