Das Forum für Freunde der Meere und Freunde der Natur

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Dieses Forum hat gewissermaßen historische Wurzeln: Es diente bereits ab 2003 als Informationsplattform des Vereins forum natur & zukunft (fnz), einer der Vorgängerorganisationen von MareMundi, die es heute in der alten Form nicht mehr gibt. Ebenso war es die Plattform des Red Sea Environmental Center (RSEC), einer im Jahr 2003 gegründeten privaten Institution für Wissenschaft, Ausbildung und Umweltschutz am Roten Meer (Dahab, Sinai). "Ob groß (Wal) oder klein (Bakterium), ob Pflanze oder Tier, ob Forschung, Naturschutz, Tauchen oder Berichte über spannende Naturreisen, in diesem Forum können Sie nicht nur viel Interessantes über Natur & Naturschutz und die Meere erfahren, sondern auch Ihre Fragen dazu von Experten beantwortet bekommen“, hieß es damals in der Begrüßung des Forums. Seit vielen Jahren sind die Aktivitäten dieser Forschungs- und Naturschutzinstitutionen unter dem Dach des gemeinnützigen Vereins MareMundi vereint: MareMundi - Verein zur Förderung der Meereswissenschaften (ZVR 051890525, mare-mundi.eu). Die Meeresschutzorganisation betreibt unter dem Namen Schule am Meer eine Feldstation für Meeresbiologie, Meeresschutz und Ausbildung auf der kroatischen Insel Krk. MareMundi verfolgt drei große Ziele: Schutz ökologisch wertvoller Lebensräume, allgemein zugängliche Bildung in Fragen der Ökologie und Nachhaltigkeit sowie Forschung (Problemanalysen und Lösungsansätze). Wir haben es selbst in der Hand. Nur zusammen können wir die Zukunft gestalten. Und so laden wir Sie ein: Denken Sie mit, diskutieren Sie mit, werden Sie Teil der Problemlösung!
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BeitragVerfasst: 13 Mai 2014 17:05 
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Schwierige Partnerwahl: 600 Schweinswale leben in der zentralen Ostsee

Schweinswale in Nord- und Ostsee sind sich genetisch sehr ähnlich. Dennoch kann die starke Nordseepopulation das schwache Ostseevolk nicht retten, verrät eine Zählung. Zur Paarungszeit finden die Tiere nicht zusammen.

:arrow: http://www.spiegel.de/wissenschaft/natu ... 69099.html

Bild
Schweinswal: Scheue Meeressäuger
AP


Einige ältere Fischer behaupten, es gäbe sie überhaupt nicht: Der Ostsee-Schweinswal lässt Forscher rätseln. Es gibt nur wenige Tiere und nur wenig Informationen über sie. Mit 300 Detektoren im Wasser sind die Forscher den Meeressäugern auf der Spur. Meeresbiologen schätzen den Bestand Gewöhnlicher Schweinswale (Phocoena phocoena) in der zentralen Ostsee auf rund 600 Tiere. Die Datenlage war lange dünn - bis die Wissenschaftler 2011 einen großen Lauschangriff starteten.

Mit dem Forschungsprojekt SAMBAH konnten sie belegen, dass der Schweinswal auch in der zentralen Ostsee östlich der Insel Rügen bis hoch nach Finnland und vor den Küsten Lettlands vorkommt. Dass die Tiere offenbar die gesamte zentrale Ostsee östlich des 13,5 Längengrades besiedeln, habe selbst die Forscher überrascht, sagt Anja Gallus, Biologin am Deutschen Meeresmuseum in Stralsund.
304 Detektoren wurden für das Projekt im Gebiet der zentralen Ostsee ausgebracht - in einem Areal fast so groß wie Deutschland. An 140 Detektoren wurden in den vergangenen zwei Jahren die typischen Klickgeräusche der Schweinswale dokumentiert. Ob es sich dabei um Gruppen, Einzeltiere oder Mehrfachzählungen handelt, ist bislang offen - die Auswertung der Daten läuft noch. Ende 2014 wollen sich die Forscher auf einer Tagung in Schweden auf eine Schätzung der Bestandszahl festlegen.

Komplizierte Suche nach einem Partner

Von ihren rund 260.000 Artgenossen in der Nordsee und den etwa 11.000 im Kattegat unterscheiden sich die Schweinswale in der Ostsee kaum. "Zwischen der Beltsee und der Inneren Ostsee zeigen die genetischen Daten keine klare Abgrenzung", ergab der Vergleich von Proben von 500 Schweinswalen im Jahr 2011.

Für Umweltschützer ist diese Erkenntnis mit Sorgen verbunden: Den östlichen Bestand gemeinsam mit den viel größeren Populationen in Kattegat und Beltsee zu betrachten, könnte Argumente für eine höhere tolerierte Beifangrate an Schweinswalen liefern, fürchten sie. Zum Schutz des kleinen Schweinswalbestandes in der Ostsee fordern die Umweltschützer ein Verbot von Stellnetzen, in denen sich die Tiere verfangen können.
Tatsächlich bietet die genetische Ähnlichkeit für die Erhaltung des Bestands kaum Vorteile: "Die Ostsee-Schweinswale paaren sich nicht mit den Artgenossen aus der westlichen Ostsee", sagt Gallus. "Jedes Tier, das als ungewollter Beifang in den Netzen endet, geht für den Erhalt der Population verloren."

Während der Paarungszeit hielten sich die Schweinswale aus der westlichen und der zentralen Ostsee in unterschiedlichen Gebieten auf. Männchen und Weibchen der verschiedenen Bestände fänden deshalb nicht zusammen, auch wenn sie sich nach Einschätzung der Forscher wahrscheinlich paaren könnten.

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