Das Forum für Freunde der Meere und Freunde der Natur

Willkommen im Forum für Freunde der Meere und Freunde der Natur!

Dieses Forum hat gewissermaßen historische Wurzeln: Es diente bereits ab 2003 als Informationsplattform des Vereins forum natur & zukunft (fnz), einer der Vorgängerorganisationen von MareMundi, die es heute in der alten Form nicht mehr gibt. Ebenso war es die Plattform des Red Sea Environmental Center (RSEC), einer im Jahr 2003 gegründeten privaten Institution für Wissenschaft, Ausbildung und Umweltschutz am Roten Meer (Dahab, Sinai). "Ob groß (Wal) oder klein (Bakterium), ob Pflanze oder Tier, ob Forschung, Naturschutz, Tauchen oder Berichte über spannende Naturreisen, in diesem Forum können Sie nicht nur viel Interessantes über Natur & Naturschutz und die Meere erfahren, sondern auch Ihre Fragen dazu von Experten beantwortet bekommen“, hieß es damals in der Begrüßung des Forums. Seit vielen Jahren sind die Aktivitäten dieser Forschungs- und Naturschutzinstitutionen unter dem Dach des gemeinnützigen Vereins MareMundi vereint: MareMundi - Verein zur Förderung der Meereswissenschaften (ZVR 051890525, mare-mundi.eu). Die Meeresschutzorganisation betreibt unter dem Namen Schule am Meer eine Feldstation für Meeresbiologie, Meeresschutz und Ausbildung auf der kroatischen Insel Krk. MareMundi verfolgt drei große Ziele: Schutz ökologisch wertvoller Lebensräume, allgemein zugängliche Bildung in Fragen der Ökologie und Nachhaltigkeit sowie Forschung (Problemanalysen und Lösungsansätze). Wir haben es selbst in der Hand. Nur zusammen können wir die Zukunft gestalten. Und so laden wir Sie ein: Denken Sie mit, diskutieren Sie mit, werden Sie Teil der Problemlösung!
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BeitragVerfasst: 10 Okt 2013 16:53 
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Neue Quecksilber-Konvention: Walfangländer in der Pflicht

Vom 9. bis 11. Oktober unterzeichnen 147 Staaten in Japan ein Quecksilber-Übereinkommen. Die Konvention der UNEP fordert Regierungen auf, ihre Bürger vor Quecksilbergefahren zu schützen. Eine neue Datenbank informiert über Belastung von Wal- und Delphinfleisch und Gesundheitsrisiken für Verbraucher.

:arrow: http://www.oceancare.org/de/news/?47/qu ... derpflicht

Die Quecksilber-Konvention hat Konsequenzen für Länder, in denen Wal- und Delphinfleisch gegessen wird“, sagt Sigrid Lüber von OceanCare. Sandra Altherr von Pro Wildlife ergänzt: „Bisher gefährden die Walfangländer ihre Bevölkerung, indem sie die Risiken von Walfleisch verharmlosen, zu niedrige Grenzwerte setzen oder den Verkauf gezielt ankurbeln“. Eine neue Online-Datenbank von OceanCare und Pro Wildlife informiert über den Giftstoffgehalt in Meeressäugern weltweit.

Vor allem in Japan, Grönland, den Färöer Inseln und Island wird Wal- und Delphinfleisch als Nahrungsmittel verkauft, in Japan sogar in Schulkantinen serviert. „Delphine und Wale stehen am Ende einer komplexen Nahrungskette. In dem Mass, in dem die Weltmeere zunehmend verschmutzen, lagern die Meeressäuger auch Umweltgifte wie Quecksilber oder toxische Chlorverbindungen ein“, erläutert Lüber. Dies gefährdet nicht nur das langfristige Überleben der Meeresriesen, sondern auch die Gesundheit von Menschen, die solches Wal- und Delphinfleisch verzehren. So wiesen japanische Forscher in Delphinfleisch aus lokalen Supermärkten Quecksilberkonzentrationen von bis zu 1.980 µg/g nach – 5.000fach höher, als die japanischen Grenzwerte zulassen. Die auf den dänischen Färöer-Inseln gefangenen Grindwale gelten als am stärksten belastete Meeressäuger weltweit. Dennoch wurden dort allein in diesem Jahr etwa 900 Grindwale und 430 Weissseitendelphine getötet und Fleisch und Speck an die Bewohner verteilt.

NEUE WEBSITE INFORMIERT ÜBER GIFTSTOFFE IN MEERESSÄUGERN
Die eben veröffentlichte Datenbank „Toxic Menu“ (http://www.toxic-menu.org) zeigt die Ergebnisse aus drei Jahrzehnten Forschung zur Belastung von Meeressäugern und die daraus resultierenden Risiken: „Die wissenschaftlichen Beweise für die Gesundheitsgefahren sind erdrückend: Der Konsum von Wal- und Delphinfleisch kann Parkinson-Krankheit, Immunschwäche, neurologische Entwicklungsstörungen und Herzerkrankungen verursachen“, so Altherr. Die Online-Datenbank ist Teil eines langjährigen Gemeinschaftsprojekts von OceanCare (Schweiz) und Pro Wildlife (Deutschland). Die Datenbank richtet sich an Politiker, Behörden und Ärzte, aber auch an eine breite Öffentlichkeit.

Durch die so genannte Minamata-Konvention verpflichten sich 147 Staaten, Quecksilber-Emissionen drastisch zu verringern und Schutzvorkehrungen für ihre Bevölkerung zu treffen. Im vergangenen Jahr hatte bereits die Internationale Walfangkommission (IWC) eine Resolution verabschiedet, die die Walfangländer auffordert, ihre Bevölkerung vor den teils gefährlich hohen Giftstoffbelastungen in Walen und Delphinen zu warnen. Minamata ist eine japanische Hafenstadt, in der in den 1950er Jahren über 10.000 Menschen eine Quecksilbervergiftung erlitten, nachdem die ansässige Industrie ihre Giftstoffe in die örtlichen Gewässer entsorgt hatte. Etwa 3.000 Menschen starben, viele Erkrankte leiden bis heute an den Folgen.

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